Sternsingen – ein immaterielles Gut

 

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Das Weltkultur- und Weltnaturerbe ist vielen Menschen ein Begriff. Es geht um den Schutz von einzigartigen Kultur- und Naturlandschaften. Jedoch ist das nicht der einzigste Aufgabenbereich der UNESCO. Seit einigen Jahren wird mehr und mehr Wert auf die Pflege von immateriellem Kulturerbe gelegt. Darunter sind Handwerkstechniken, Feste, Rituale sowie Bräuche und Traditionen zu finden. Anfang Dezember kam es zur Aufnahme von sieben weiteren bedeutenden kulturellen Ausdrucksformen. Sie sind nun im deutschen Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO zu finden. Dazu gehört nun auch das Sternsingen, wobei die so genannten Sternsinger in der Schweiz auch als Sternsinger bekannt sind. Im Zeitraum vom 25.12. bis 6.1. sammeln drei Menschen mit einer Verkleidung als Heilige Drei Könige Geld für wohltätige Zwecke. Mitunter kommt es zum Überschreiten dieses Termins um wenige Tage.

Copyright by Marina Teuscher 2015 – 2016

Weitere Einzelheiten zur manufakturellen Schmuckgestaltung

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Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Kooperation von drei Bereichen. Es handelt sich zum einen um die Hochschule Pforzheim. Außerdem beschäftigen sich die Arbeitsgemeinschaft „Schmuck verbindet“ und das Deutsche Technikmuseum in Berlin mit diesem Projekt. Dabei kommt es zur Weitergabe von Wissen über die alten Techniken an Studenten, damit diese auch in der Zukunft bekannt sind. In Pforzheim haben viele erfahrene Fachleute ihr Handwerk noch zu den Zeiten der Pforzheimer Schmuckindustrie und ihrer goldenen Ära gelernt. Dies ist von besonderer Bedeutung, da es Berufe wie den Präger oder Kettenmacher nicht mehr gibt. Jedoch besitzt diese Schmuckgestaltung noch viele weitere Facetten.

Bei der Bewerbung für die Aufnahme in das immaterielle Welterbe der UNESCO lag die Verantwortung auf dem Berliner Museum. Das stärkt wiederum die Verbindung zwischen den Städten Pforzheim und Berlin.

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Das armenische Welterbe

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Der kaukasische Bergstaat wird von Aserbeidschan, Georgien, der Türkei und dem Iran umgeben. Das Bergland hat eine sehr wechselvolle Geschichte erlebt und dem Fußball Spieler wie Henkrikh Mkhitaryan geschenkt. Von der UNESCO wurden drei besondere Stätten im Jahr 2000 in die Liste des Welterbes aufgenommen:

Klöster Haghpat und Sanahin – 1996; 2000 erweitert

Kathedrale und Kirchen von Etschmiadsin und archäologische Stätte von Zvartnots – 2000

Kloster von Geghard im Oberen Azat-Tal – 2000

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Technikmuseum Berlin

Im Berliner Stadtbezirk Kreuzberg erreichen Gäste das deutsche Technikmuseum. Jetzt wurde dem Haus eine besondere Ehre zu Teil. Es erfolgte die Aufnahme vom Projekt „Manufakturelle Schmuckgestaltung“ als immaterialles Kulturerbe in die Liste der UNESCO. An höchster Ebene wurde dabei besonders der Brückenschlag zwischen Tradition und Gegenwart gewürdigt. Schließlich wird wertvolles Wissen über die Technik auch für die nächsten Generationen lebendig gehalten.

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Ein rundes Jubiläum

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Einen weiteren runden Geburtstag gibt es in Lorch zu feiern. Im Jahr 1991 hat die UNESCO über die Aufnahme des Klosters in Lorch in die Liste des Weltkulturerbes entschieden. Dort ist eine berühmte Torhalle zu sehen, die eines der wenigen Denkmäler aus der Karolinger Zeit darstellt. Über die Jahrhunderte blieb das Aussehen dieser Anlage erhalten. Erinnert wird auf die Weise an die Klosteranlage und ihre einst mächtige Größe.

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Geburtstag im Jahr 2016

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Im kommenden Jahr bietet es sich an, die Aufmerksamkeit auf Trier zu richten. Schließlich erfolgte die Aufnahme der Welterbestätte „Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche von Trier“ im Jahr 1986. Damit feiert das Welterbe seinen 30. Geburtstag. Dieses Erlebnis lohnt sich doppelt, da es sich mit Trier um die älteste Stadt von Deutschland handelt.

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Folgt der Welterbetitel für die Montanregion Erzgebirge?

Mittlerweile sind alle Auflagen inzwischen erfüllt worden. Jetzt können die zuständigen Personen beziehungsweise Institutionen aus der Montanregion Erzgebirge nicht mehr tun als warten. Allerdings stellt sich die Frage, ob eine Kulturlandschaft, die so zersplittert ist, es überhaupt schaffen kann, das Welterbe zu bewältigen?

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Fünfzehn Jahre haben die Bemühungen in Anspruch genommen, das Welterbeprojekt Montanregion Erzgebirge zu verwirklichen. Daran gearbeitet haben 35 Kommunen und drei Landkreise. Der Internationale Rat für Denkmalpflege, als Icomos bekannt, wird im Januar gegenüber dem Pariser Welterbekomitee eine Empfehlung aussprechen.