Steingaden

Die Wieskirche

Im Alpenvorland liegt im Süden von Bayern die Verwaltungsgemeinschaft Steingaden, die als Erholungsort staatlich anerkannt ist. Bestimmt wird das Bild von 53 Ortsteilen. Ganz besonders prägen Kirchen das Bild der Gemeinschaft, wie am Welfenmüster und an der Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung deutlich wird. Ein ganz besonderes Highlight stellt dabei die Wieskirche dar, bei der es sich um die Wallfahrtskirche „Zum gegeißelten Heiland auf der Wies“ handelt.

Einblick in die Geschichte

Der Anlass zum Bau dieses besonderen Heiligtums lag in einer Wallfahrt. Sie führte den Steingadener Prämonstratenserabt zu einem Bildwerk, was Wunder tat. Beauftragt wurde mit den Bauarbeiten der berühmte Architekt Dominikus Zimmermann. Begonnen haben die Bauarbeiten im Jahr 1745 in der Nähe der Alpen. Erschaffen hat dabei eines der Bauwerke, das als das vollendetste Kunstwerk seiner Zeit galt, das im Bild vom Rokoko bestimmt war. Während der Chor im Jahr 1749 geweiht wurde, ist für die Kirche das Datum des Weihens für das Jahr 1754 verzeichnet worden. Wie einfallsreich Dominikus Zimmermann war, zeigt sich vor allem beim Stuck, der einen gewissen verschwenderischen Charakter besitzt. Dazu kommt die Kombination mit den Deckengemälden, die von seinem Bruder Johann Baptist Zimmermann erschaffen worden sind. Beim bayerischen Kurfürsten war er als Hofmaler angestellt. Das verleiht der Dekoration insgesamt eine Blickrichtung, die heiter und zugleich bewegt wirkt.

Genauer gesagt gilt die Wallfahrtskirche als ein meisterhaftes Werk, welches von menschlicher Schöpferkraft geprägt ist. Gleichzeitig gilt die Kirche als ein Zeugnis mit außergewöhnlichem Charakter einer Kultur, die untergegangen ist. Dies führte im Jahr 1983 zur Aufnahme der Wieskirche, zu erreichen im oberbayerischen Steingaden, in die Liste des Welterbes der Kultur der UNESCO.

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