Befunde

Meine Befunde poste ich ja regelmäßig – schon aufgrund meiner direkten und indirekten Vernetzung. Es gibt bei Facebook ein Album mit einigen Fotos zu meinen Krebserkrankungen. Dort befinden sich derzeit mehr als 110 Nachweise. Dies gilt auch für den folgenden Befund, der schon lange in diesem Album zu finden ist.

Es beschäftigt einen doch immer wieder, wie schlecht man behandelt wird, wenn man als Akut-Patient innerhalb weniger Stunden durch einen Arzt ins Krankenhaus eingewiesen wird. Am Morgen der Einweisung ins Krankenhaus habe ich mich zum Arzt begeben und ihm meine Beschwerden, die ich seit drei Tagen hatte, geschildert. Er nahm Blut ab und schickte mich am Nachmittag umgehend ins Krankenhaus. Ich hing sechs Tage am Tropf. Man schaue auf die markierten Blutwerte, die selbst einem Laien einiges erklären sollten:  

Nach einer solchen Geschichte muss man sich Zeit nehmen, um sich zu regenerieren und einige Menschen beobachten… 

Nachdem im letzten Jahr aufgeflogen ist, dass man aus meiner nachweisbaren Tätigkeit im Architekturbüro sonst wer weiß was gedichtet hat, mich aber noch nicht einmal darauf angesprochen hat, steht fest, dass ich 19 Jahre sinnlos verloren habe. Meine Güte, da steht ein Schild vor dem Haus, das sich dort ein Architekturbüro befindet. Es gibt sogar einen Internet-Auftritt.

Wenn es auch lange gedauert hat, so bin ich doch dankbar, dass ich weiß, mit wem ich damals wirklich an einigen Stellen zusammen gearbeitet habe. Und ich bin stolz auf die Menschen, die zu mir stehen und mir mit kleinen Gesten ihre Wertschätzung zeigen. Meine Arbeitsunterlagen sind in relevanten Kategorien abgelegt und somit dauerhaft verfügbar.

Dauerhaft bleibt an dieser Stelle auch stehen, dass ich keinen Führerschein habe und nur ein beschränktes Reisebudget. Ich habe zwar mal Fahrstunden genommen, aber nie eine Prüfung abgelegt.

P. S.: meine Mutter, meine Oma und ich!