Altes Museum

In den Jahren von 1825 bis 1830 kam es zur Errichtung vom Alten Museum. Bei der Eröffnung war jedoch zunächst die Rede vom Neuen Museum. Erst in den folgenden Jahren wurde das Gebäude bis zum Jahr 1845 als Königliches Museum bezeichnet. Die Verantwortung lag zum einen bei Baumeister Karl Friedrich Schinkel. Unter seiner Führung kam es zur Errichtung eines Baus, der vom Klassiszismus gekennzeichnet ist. Dieser Bau wird heute mit Blick auf die Arbeit von Schinkel als ein Höhepunkt angesehen. Als Bauherr gilt Friedrich Wilhelm III. von Preußen.

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Blick in die Geschichte

Der König setzte seinerzeit eine Kommission ein. Deren Leitung erfolgte durch Wilhelm von Humboldt. Verantwortlich war die Kommission für die Konzeption vom Museumsneubau. Geplant war das Ausstellen von hoher Kunst. Das Verständnis war jedoch damals anders ausgerichtet. Daher gehörten Kunstschätze aus den Bereichen Naher Osten, Prähistorica und Ethnografica nicht zur hohen Kunst. Der Zielort dieser Kunstschätze war das Schloss Monbijou.

Mehr und mehr nahm die Museumsinsel im Jahr 1855 Gestalt an. Zu diesem Zeitpunkt kam es zur Fertigstellung vom Neuen Museum unter der Verantwortung von Friedrich August Stüler. Es folgte in den Jahren 1876 die Errichtung der Neuen Nationalgalerie, die heute als Alte Nationalgalerie bekannt ist. Während des einst als Kaiser-Friedrich-Museum bekannte Bodemuseum im Jahr 1904 fertig wurde, eröffnete das Pergamonmuseum im Jahr 1930 seine Tore. Damit hatte die Museumsinsel ihr Bild, mit dem Sie bis heute die Besucher in ihren Bann zieht.

Das Museumsgebäude und seine Architektur

Hinsichtlich des architektonischen Bildes zeichnet sich der Bau durch eine klare Gliederung aus. Dabei spiegeln sich an dem Gebäude Züge aus der griechischen Antike wider. Unterstützt wird die hohe Bedeutung als Kunsttempel durch die Rotunde, deren Ursprünge im römischen Pantheon zu sehen sind. Der dafür verantwortliche Architekt hatte zuvor auf Reisen nach Paris und London dort die Struktur von großen Museen eingehend studiert.

Das alte Museum in heutiger Zeit

Die Zeit hat sich nach dem zweiten Weltkrieg verändert. Zunächst kam es zum Wiederaufbau des Gebäudes. Im Anschluss daran erfolgte dort erneut die Unterbringung von Exponaten, die zur Antikensammlung gehören. Des Weiteren kam es im Obergeschoss zur Präsentation von wechselnden Sonderausstellungen. Neue Wege ging die Museumsleitung ab August 2005 bis zu dem Zeitpunkt, als es im Oktober 2009 zur Wiedereröffnung des Neuen Museums kam. Während dieser Zeit konnten die Besucher die Exponate aus dem Ägyptischen Museum bestaunen. Inzwischen erhalten Gäste im ersten Obergeschoss Einblick in eine römische und etruskische Sammlung. Eine Sammlung aus der griechischen Antike erwartet Besucher im Hauptgeschoss des Alten Museums.

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