Besonderes zum St.-Martins-Tag

Seit vielen Jahren schon wird dieser Tag gerade von Kindern sehr geschätzt. Schließlich dürfen sie an dem Tag mit einer Laterne durch ihre heimatliche Region ziehen. Die besondere Note erhält die Laterne dadurch, dass sie in vielen Fällen selbst gebastelt ist. Nun haben Rheinländer Martinsvereine großes vor. Sie wollen für die Anerkennung des Brauchtums vom St.-Martins-Tag kämpfen, so dass es zu einem Eintrag dieses Tages in die Liste als immatrielles Kulturgut kämpfen. Am 11. November ist es dann soweit, dass der Umzug vom heiligen Martin stattfindet. Der heilige Martin trägt einen roten Mantel und reitet vor den Kindern in der Dunkelheit her. In vielen Fällen kommt es zur Begleitung durch eine Blaskapelle.

Dieses Brauchtum hat in Deutschland ganz tiefe Wurzeln. Viele Kinder möchten heute nicht mehr darauf verzichten. Selbst bei Erwachsenen werden die Erinnerungen an diesen schönen Brauch in ihrer Kindheit wach. Zwei Martinsfreunde aus Kempen gehen jetzt einen Schritt weiter. Sie kämpfen um die Anerkennung der Rheinländer Martinsvereine als immaterielles deutsches Kulturerbe bei der UNESCO. Dafür haben sie eine Reihe von Mühen auf sich genommen. Schließlich lag der Abgabetermin für die Bewerbung bei der UNESCO bis Oktober vor. Daher haben sie sämtliche regionalen Martinsvereine ausfindig gemacht, bei denen kein Dachverband gegeben ist und haben diese angeschrieben. Schließlich ist es der Wunsch der beiden Männer, die Martinstradition zu bewahren.

Zu den deutschen Bräuchen, die bisher in das immatrielle Kulturerbe aufgenommen wurden, zählen das Choralsingen, die Bewegungen des Volkstanzes sowie das Schützenwesen und das Sternsingen.