Bauwerke aus dem 16. und 17. Jahrhundert

Das Schloss Versailles

In der Hochblüte besaß die französische Monarchie eine besondere Ausstrahlung, sodass diese einen besonderen Glanz vorwies. Am deutlichsten wird dies am Schloss Versailles, das sich durch eine repräsentative Architektur auszeichnet. Innerhalb des Gebäudes befinden sich faszinierende Räume wie der Spiegelsaal. Mit dessen Bau begann Jules Hardouin Mansart im Jahr 1679.

Zur Einweihung der Galerie mit den Maßen 12 Meter Höhe, 11 Meter Breite und 73 Meter Länge kam es im Jahr 1684. Die Arbeiten an der Dekoration waren noch nicht abgeschlossen. Geleitet wurden diese Arbeiten, zu deren Abschluss es erst zwei Jahre später kam, von Charles Le Brun. Insgesamt 17 Spiegel sind für den Glanz verantwortlich, der manchmal unwirklich anmutet. Deren Anbringung ist gegenüber von Rundfenstern erfolgt, die bis auf den Boden reichen.

Diesem Saal kommt aufgrund verschiedener Ereignisse bis heute eine hohe historische Bedeutung zu: Um das Jahr 1871 kam es zur Neugründung des Deutschen Reiches. Ausgerufen wurde der preußische König Wilhelm der I. zum Kaiser im Jahr 1871. Etwa 48 Jahre später fand dort die Unterzeichnung des Friedensvertrages statt, mit dem der Erste Weltkrieg beendet wurde.

Das Kloster Belem

Umsegelt wurde das Kap der Guten Hoffnung durch den portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama im Jahr 1497. Nur ein Jahr später folgte die Entdeckung des Seeweges nach Indien. Einige Zeit vorher kam es zur Ablegung eines Gelübdes. Eine Legende besagt, dass der portugiesische König Emanuel I. dieses Gelübde erfüllen wollte. So kam es zur Erteilung eines Auftrages mit dem Ziel des Aufbaus eines Klosters. Daraus entstand der Emanuelstil.

Der Blick auf die Stilrichtung

Es gibt den emanuelinischen Stil. Seinen Namen hat diese Stilrichtung durch König Emanuel I. erhalten. Damit begann für die Kultur in Portugal eine Blütezeit. Während dessen gab es eine Zeit, in der die Spätgotik in die Renaissance überging. In diesem Zeitraum greift der Emanuelstil. Unter den Merkmalen dieser Stilrichtung sind exotische orientalische indische Elemente sowie maurisches Formengut und nautsiche Symbole zu finden. Gekennzeichent ist die Architektur beispielsweise von filigran ineinander verschlungenen Seemannsknoten und Tauen. Joao de Castilho und Diego Boytac gelten als die wichtigsten Vertreter dieses Stils.

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