Danke

Es ist Weihnachten und man wird nachdenklich. Nach 19 Jahren und mitten in der Behandlung der zweiten Krebserkrankung kann ich zum ersten Mal wieder unbeschwert auf das Weihnachtsfest schauen. Ich kann mir kleine Extras gönnen. Das dies möglich ist, habe ich einigen besonderen Menschen zu verdanken, auch wenn das Verdauen von einigen Lügen, die über mich verbreitet wurden, anstrengend war.

Mit Krebs beziehungsweise der zweiten Krebserkrankung ist das Leben nie wieder unbeschwert. Schon während der ersten Krebserkrankung (aufgrund zusätzlicher weiterer gesundheitlicher Einschränkungen) musste ich erkennen, dass ich nie wieder die Leistung wie früher erbringen kann. Dazu muss man wissen, warum ich diesen harten Weg mit Chemotherapien gewählt habe. Mein Mutter erkrankte 1986 an Brustkrebs und erhielt insgesamt drei Krebsdiagnosen innerhalb von vier Jahren. Bei der dritten Diagnose handelte es sich um Knochenkrebs, wobei ein Wirbel brach und sie zeitweilig in einem Wendebett lag. Sie brauchte eine sehr intensive Betreuung, bevor sie für immer ging. Zwischen meiner ersten Krebsdiagnose und der zweiten Diagnose lagen immerhin 12 Jahre. Ich werde nunmehr nie wieder von meiner Onkologin wegkommen, weil eine strikte regelmäßige Beobachtung der Erkrankung bei mir zwingend erforderlich ist.

Während der ersten Krebserkrankung habe ich nach Möglichkeiten im Internet gesucht, wie ich meine Lebensqualität etwas verbessern kann. Und tatsächlich fand ich Wege. Ich meldete mich beim Gewerbeamt an und übersandte dem Jobcenter meine Gewerbeanmeldung. Mittlerweile gibt es innerhalb des Jobcenters eine eigene Abteilung für die Selbständigen, die somit nicht vom Jobcenter am Wohnort betreut werden. Im Sommer letzten Jahres kam der nächste Schlag, als sich an den Beinen lauter Ödeme zeigte. Eine Eisenmangelerkrankung war aufgetreten, die gleichzeitig auch das Wachstum eines Tumors anzeigen kann. Letztendlich musste ich alle Aktivitäten zurückfahren und das Aufstockerleben vorläufig beenden.

Wie das mit dem Krebs weitergeht, kann man nicht sagen. Als Krebskranker ist das Leben anders, besonders in den ersten Jahren einer neuen Krebserkrankung. Mittlerweile habe ich im Moment eine gewisse gesundheitliche Stabilität erreicht. Daher bin ich im November zu meiner Selbständigkeit zurückgekehrt, wozu unter anderem auch der große Bereich der Marktforschung gehört. Die ersten beiden Monate sind ganz gut gelaufen, weshalb ich auch das entspannte Weihnachtsfest vor Augen habe. Was es noch für Aufgaben gibt, zeigt teilweise dieser Link:

http://www.heimarbeit.de/

Für mich gibt es keinen Grund an meinen Aufgaben etwas zu ändern. Bereits im Jahr 2013 stellte eine Existenzgründungsberaterin fest, dass mein Konzept tragfähig ist, da ich schon seit Jahren für viele Unternehmen arbeite, und mich ins unabhängige Leben zurückführen kann. Zudem rezensiere ich Filme und Bücher. Außerdem bin ich Shop- und Domainbetreiberin. Den Ehrgeiz und die Disziplin dafür ziehe ich aus einer Berufslaufbahn von mehr als 30 Jahren. Die Voraussetzung ist natürlich immer darin zu sehen, dass es nicht zu einer weiteren Krebserkrankung kommt. Ich habe eine zweite Berufslaufbahn und sie wird im Gesamtpaket funktionieren. Ich habe bereits den ersten Auftrag für das Jahr 2018. Und heute sind bereits die neuen Filme zum rezensieren eingetroffen.

Vielen Dank an diejenigen, die nicht nur zugeschaut haben, sondern mir dieses Geschenk eines besonderen Weihnachtsfestes gemacht haben.