Denkmalschutzverträglichkeit als Ziel

Bei Lübeck handelt es sich um eine Stadt, die in der Liste des Welterbes benannt ist. Seit 30 Jahren besitzt die Stadt den Welterbe-Status. Nun fand dort am 05.10. und 06.10.2017 eine internationale Tagung statt, bei der das Welterbe im Mittelpunkt stand. Beteiligt waren etwa 70 Vertreter von nationalen und zugleich europäischen Welterbestätten-Vereinen. Einer der Tagesordnungspunkt war die Diskussion zum Thema „nachhaltiger Tourismus trotz hoher Besucherzahlen“. Daher kam es zur Vorstellung von Beispielen aus den Niederlanden und Italien.

Die Koordinatorin des Welterbes im Auswärtigen Amt, Birgitta Ringbeck, würdigte zunächst die Tagung. Sie unterstreicht die Bemühungen der Stärkung der Zusammenarbeit der Welterbe-Stätten, die einen grenzüberschreitenden Bezug haben. Ein solcher Austausch sei gerade in diesen Zeit erforderlich, wo viele Menschen nur das eigene Land sehen. Nach dem Beginn im Jahr 2015 handelt es sich um die dritte Tagung der Vereine der europäischen Welterbe-Stätten. Dort liegt ein Zusammenschluss von Welterbestätten und Tourismusorganisationen vor. Als Ziel wird die Steigerung des Bekanntheitsgrades des Welterbes angesehen. Gleichzeitig soll es zur Förderung vom nachhaltigen Tourismus einem für den Denkmalschutz verträglichen Ausmaß kommen. Schließlich liegt innerhalb Europas für einige von den 450 Welterbestätten eine Gefährdung für den Massentourismus vor. Als bekanntestes Beispiel die die Lagunenstadt von Venedig. In diesem Fall liegen Gedanken am Entzug vom Welterbetitel nahe.

Ferner standen das grenzüberschreitende Management der Welterbestätten in Verbindung mit der Bedeutung der Stätten als Begegnungsorte auf der Tagungsordnung. Im Jahr 2018 ist das Treffen in Italien geplant.