Das frühere Aussehen

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Zu damaliger Zeit, als die Geschichte des Limes begann, sah alles ganz anders aus. In Sichtweite befanden sich Beobachtungsstationen in Form von Holztürmen. Unter Hadrian erfolgte eine zusätzliche Sicherung. Dabei handelte es sich um einen Palisadenzaun, an dessen Seite ein Fahrweg entlang führte. Dann kam es zu den ersten drei Alemanneneinfällen. Infolge dessen stand der Bereich des rätischen Limes zunächst im Mittelpunkt. Dort wurde nunmehr eine Steinmauer mit einer Stärke von einem Meter und einer Höhe von drei Metern am Beginn des 3. Jahrhunderts aufgebaut.

Im Laufe des 3. Jahrhunderts fanden Bauarbeiten in Obergermanien statt. Hinter der Palisade legten die Menschen einen Graben an, der einen V-förmigen Querschnitt besaß. Gleichzeitig wurde das ausgehobene Erdreich zur Aufschüttung eines Walls verwendet. Innerhalb des Geländes ist der Wall auch heute noch deutlich zu erkennen. Zudem gab es einen weiteren Schutz vor Überfällen. Es erfolgte die Stationierung von Soldaten nur wenige Kilometer hinter dem Limes. Die zunächst vorhandenen Erdkastelle bauten die Menschen mit Stein um. Inzwischen kam es in neuerer Zeit teilweise zum Wiederaufbau von Kastellen. Zu den bekanntesten Exemplaren gehört die bei Bad Homburg gelegene Saalburg.

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