Der Umgang mit Krebs

Scheinbar wissen noch nicht alle Bescheid – daher folgt hier ein kurzer Überblick zu meinen Krebserkrankungen: Wenn ich auf meine Krankheitszeit seit Ende Dezember 2001 zurückblicke, weiß ich, dass einige Krankheiten bei mir überflüssig sind. Und nicht jeder hat die Zeit, sich immer und überall zu melden. Leicht ist es ja, jemanden zu beobachten und ihn aber nicht direkt zu befragen, was man dort macht. Dies gilt wohl auch oft für den Fall, dass ich in der Rathenower Straße häufig anzutreffen. Dies ist auch durchaus berechtigt: Immerhin erhielt ich am 20.12.2001 meine erste Krebsdiagnose.

Der Schock saß tief, da meine Mutter bereits durch drei Krebserkrankungen gehen musste. Gerne – inbesondere mit Blick auf das heutige Wissen – hätte ich auf diese Erfahrung verzichtet. Je nachdem welche Medikamente man erhält, schaffte man es gerade während der ersten Behandlung nicht immer, alle Strecken schnell durch zu laufen. Also muss zwischendurch eine Pause her. Manchmal bieten sich dafür halt die Wartehäuschen der BVG an. Das Problem scheint allerdings bei manchen ihre Fantasie zu sein. Selbst auf solche Handlungen wird Halbwissen gebildet und dies in der Öffentlichkeit verkündet. Mittlerweile nutze ich verzichte ich auf Wartepausen und gehe lieber gleich in die Praxis meiner Onkologin. Schlimmer traf es mich im Sommer 2016, als sich eine schwere Eisenmangelerkrankung bemerkbar machte. Immerhin ist Eisenmangel manchmal auch ein Anzeichen für das Wachsen eines Tumors. So war es dann auch, wobei ich seit November 2016, der 2013 diagnostiziert wurde und zunächst eine Teilungsgeschwindigkeit von 12 Prozent besaß, das zweite Mal gegen Krebs behandelt werde.

Da fällt nicht nur der Besuch in der Praxis – Onkologie Tiergarten – an, sondern auch Termine in Krankenhäusern und anderen Praxen. Als Beispiel, wie der Terminplan aussehen kann, habe ich hier drei Musterseiten meines Patientenpasses eingefügt. Weitere Informationen sind auf meiner Facebook-Seite „das Leben mit Krebs“ zu finden. In Kürze geht es mit den Arztterminen weiter. Das ist nun einmal bei Krebs-Patienten so. Ich weiß es nicht, ob andere Krebs-Patienten gleichfalls so viel Unruhe haben. Jedenfalls wünsche ich allen, dass sie in Ruhe durch die Behandlungen ihrer Krebserkrankungen gehen können.

Wie wäre es, wenn man Patienten nicht immer nur Spielerei unterstellt, sondern man einfach auch mal an das Wohl von Patienten denkt.