Bedeutendes – Krebserkrankungen

Inhalt folgt

Über dem Text der Befund vom 19.12.2001

Krebs ist wohl eine Erkrankung, mit der sich viele – sofern sie nicht selber oder nicht jemand aus ihrem Umfeld betroffen ist – wohl kaum beschäftigen. Und doch kann die Welt plötzlich ganz anders erscheinen, wenn man selber in der Achselhöhle Vergrößerungen bemerkt. Dies wirkt sich umso schwerwiegender aus, wenn die eigene Mutter drei Krebsdiagnosen in vier Jahren erhalten hat. Dies bedeutet in den Jahren 1986, 1988 und 1990 zahlreiche Besuche im Krankenhaus. Wer mag schon seine Mutter verlieren?  

Über diesem Text befindet sich mein Behandlungspass mit einem Einblick in meine zweite Behandlung gegen Krebs.

Als mir mein damaliger Gynäkologe bestätigte, dass ich das erste mal an Krebs erkrankt war, gab es für mich keinen Zweifel. Ich wollte, dass ein Facharzt die Behandlung durchführt und suchte sofort eine onkologische Schwerpunktpraxis (Onkologische Schwerpunktpraxis Tiergarten – Rathenower Straße 5) auf. Während des geführten Gespräches versprach mir die Ärztin, dass sie etwas für mich erreichen will. Das Bild zeigt mich mit meinem Vater und meinem geschiedenen Mann Hans-Jürgen (17.12. Geburtstag – geheiratet hatten wir am 14.04.1987). Da möchte ich gewichtsmäßig wieder in etwa hin.

Letztendlich sah das Behandlungspaket wie folgt aus:

Als Vorbehandlung für die bessere Verträglichkeit erhielt ich Cortison. Chemorapien mit Stoffen wie Epirubicin – Bestrahlung in der Strahlenabteilung vom Krankenhaus Moabit – Chemotherapie CMF-Schema – 5 Jahre Medikamente (Tamoxifen, Zoladex, Arimidex) – diverse Nachkontrollen bei den Ärzten, auch bei meiner Onkologin

Die Wirkungen von Tamoxifen

Die Chemotherapie hatte allerdings einen Nachteil, so gut sie auch half. Wie die Ärztin mir beim Behandlungsgespräch erklärte, würden mir innerhalb von 14 Tagen sämtliche Haare ausfallen.

Sie erklärte mir dazu noch etwas anderes. Die Haare würden wiederkommen, allerdings nur noch in grau oder weiß, da sämtliche Farbpigmente durch die Chemo zerstört sind. Nach dem letzten Chemozyklus bekam ich einige Tage Später die Info, dass ich wieder Haare tönen kann. Daher begann ich meine grauen Haare zu färben. Das Ergebnis waren pinkfarbene Haare. Leider klappt das teilweise auch durch äußere Einflüsse nicht immer mit dem Tönen, wie ich es mir vorstelle, sodass ich ab und zu mit einigen grauen Strähnen unterwegs bin, da mitunter durch knappes Budget bei der Wahl, was zuerst, die Entscheidung für die Medikamente fallen muss. Wenn es zu einer nicht eingeplanten Verzögerung (wie jetzt im Dezember 2019 bezogen auf meine Selbständigkeit) kommt, kann es durch die grauen Haare sein, dass ein dunkler Farbton erst wieder nach zwei bis drei Wochen (also etwa Mitte Januar bei mir) erreicht wird. Trotzdem geht die Arbeit weiter. 

Nebenwirkungen von Krebs:

Das ist die erste Mammographie nach der ersten Strahlentherapie:

Gerade unter Einsatz von Chemotherapien erfolgt – jedenfalls bei mir – eine regelmäßige Kontrolle des Blutbildes, was dann in etwa so aussieht. Das dritte Bild zeigt das Tumorwachstum (CA 15-3) im IV. Quartal 2016 an:

Bei der zweiten Krebsbehandlung hat sich meine Onkologin für eine Kombination aus Langzeitmedikament, Bestrahlungen und Biophosphonatherapie entschieden. Für diese Therapie ist jedoch ein Zahnstatus erforderlich, da es nach Anwendung bei möglichen Zahnproblemen zu Komplikationen kommen kann. Der Zahnstatus bei mir fiel alles andere als zufriedenstellend aus. Drei OPs waren die Folge. Gerade als die Behandlung vorerst abgeschlossen erschien, brach mir ein Zahn ab. Wie viele wissen werden, brauchen auch Kosten-Heilpläne Zeit, bis sie bei der Krankenkasse bearbeitet werden und die Eingliederung erfolgen kann.

Zur zweiten Krebserkrankung gibt es allerdings auch eine kleine Vorgeschichte. Die Diagnose des zweiten Tumors wurde bereits im Jahr 2013 erstellt. Es folgen vier Bilder, die ich unter den Bildern erklären werde.

Diese beiden Bilder zeigen den Befund, der Anfang Juli 2013 erstellt wurde. Zu dem Zeitpunkt besaß der Tumor eine Teilungsfähigkeit von 12 Prozent – also eine relativ langsame Geschwindigkeit. Meine Ärzte haben mir zwar Vorschläge gemacht. Doch hatte ich viel zu wenig Ruhe, um einer Behandlung in Ruhe entgegen zu sehen.

Zu Beginn des Jahres 2016 begann mein Eisenhaushalt zu sinken, was sich dann auch in körperlichen Beschwerden äußerte, wie dem medizinischen Gutachten der Arbeitsagentur zu entnehmen ist. Darauf ist im Befund eine noch nicht definierte Systemerkrankung diagnostiziert. Wenige Tage zuvor erhielt ich die Nachricht vom Verlust einer Freundin, die mich während meiner ersten Krebserkrankung begleitet hat. Ich glaube, damals fanden sogar Fußballspiele statt. Laufen konnte ich zu dem Zeitpunkt eh nur mit großen Beschwerden. Nach der Erstellung des Gutachtens nahm ich Kontakt mit meiner Internistin auf, die einen schwerwiegenden Eisenmangel diagnostizierte. Sie nahm mir das Versprechen ab, dass ich umgehend Kontakt mit meiner Onkologin aufnehmen sollte, die mich dann wiederum in die Radiologie überwies. Bei der Untersuchung kam heraus, dass sich der Tumor in der Zwischenzeit fast verdoppelt hatte. Da ich in der Zwischenzeit natürlich viel über Facebook gelernt hatte und wusste, wer mir so alles begegnet ist, traf meine Onkologin bei mir auf offene Ohren, als sie sagte, dass Tabletten allein nicht ausreichen. Also nahm ich Kontakt mit der Strahlentherapie-Praxis im Krankenhaus Moabit auf und nahm regelmäßig die Termine in der Strahlentherapie wahr. Auf der CD ist zu erkennen, dass von 2013 bis 2016 nichts am Tumor passiert ist. Nach einem Erstgespräch Anfang Dezember 2016 begann die Bestrahlung mit 30 Terminen.

Im Rahmen der Behandlung sollte ich dann auch die Biosphosphonattherapie erhalten.Das Problem ist, dass dafür ein Zahnstatus erforderlich ist, der in meinem Fall allerdings im Jahr 2017 nicht sehr günstig verlief. Eine langwierige Behandlung bei meiner Zahnärztin mit drei Eingriffen am Kiefer begann, wobei fast am Ende der vorläufigen Behandlung mir noch ein Zahn abbrach. Wie viele wahrscheinlich wissen, dauert die Beantragung und die Eingliederung auch einige Wochen.

Jeder versucht einen eigenen Umgang mit schweren Erkrankungen zu finden. Ich hatte meine Seiten von einem anderen Server zu einem anderen Hoster umgezogen, weil meine Domains noch besser aussehen sollten. Wahrscheinlich kommt es auf den Patienten an. Doch wollte ich mich mit etwas zu beschäftigen, was ausbaufähig ist. 

Derartige CDs – es gibt noch mehr – bekommt man bei radiologischen Kontrollen mit.

Beispiel für 2018:

14.2.18 – Labor Onkologie

Bis 20.2.18 – Mammografie

02.03.2018 – Arztgespräch Onkologie.

06.11.2019 – Labor Onkologie

13.11.2019 – CT Radiologie

18.11.2019 – Arztgespräch Onkologie

26.11.2019 – Sonografie Onkologie.

Einer von vielen Kontrolltermin im Brustzentrum vom Martin-Luther-Krankenhaus in der Caspar-Thayss-Straße am 05.12.2019

Für 2020 gibt es bis Anfang März mindestens sechs Arzttermine.

Hier ein Einblick in meine Domain:

hxgq

Die zweite Bestrahlung war anstrengend. Wahrscheinlich war mein Immunsystem aufgrund der Zahnbehandlung geschwächt, sodass ich mir 2017 auch noch eine Lungenentzündung einfing. Im November 2017 habe ich mir dann den ersten Berlin-Pass geholt, der zum Erwerb der günstigen Monatskarte zu 27,50 Euro berechtigt, um meine Fitness zu trainieren.

Einer der wichtigsten Vorsätze für das kommende Jahr: endlich wieder Kontaktlinsen!!!