Harz – Hunsrück-Hochwald

Harz

Für den Nationalpark Harz gilt das Wort „Sagenumworben“ als Maßstab. Das Gelände befindet sich rund um den Brocken, der eine Höhe von 1141 Meter erreicht. Gekennzeichnet ist der Wald von einer herb romantischen Note, wobei sich dort zugleich versteckte Hochmoore befinden.

Erste Gedanken

Eröffnet wurde der 247 Quadratkilometer große Nationalpark im Jahr 2006. Landschaftlich ist das Bild von Brockenanemone, Fichtenwälder sowie Hochmoore, auf denen sich Wollgras befindet. Interessant gestaltet sich die Tierwelt, zu der die Wildkatze, Luchs sowie die Hochmoor-Mosaikjungfer, bei der es sich um eine seltene Libelle handelt. Außerdem gibt es dort den Wanderfalken, den Raufußkauz und die Alpen-Smaragd-Libelle, die dort ihre Heimat haben.

Das besondere Erlebnis

Der Gipfel des Brockens ist auf zwei Wegen zu erreichen. Zum einen ist der Spaziergang auf dem Goetheweg möglich. Außerdem kann eine Fahrt mit der Brocken-Schmalspurbahn erfolgen. Diese wirkt durch ihre urigen Dampflokomotiven anziehend. Es erwartet Gäste ein beeindruckendes Panorama. Bezogen auf die Legende tanzen am 30. April in der Walpurgisnacht dort die Hexen.

Besonderer Tipp

Mittlerweile leben wieder bis zu 90 Luchse im Harz, die in einem Schaugehege in der Nähe von Bad Harzburg zu sehen sind. Dort lassen sich mitunter die scheuen Wildkatzen sehen. Zudem handelt es sich bei dem Gipfel vom Brocken um den nebligsten Ort von Deutschland insgesamt. Dunst ist dort an über 300 Tagen jährlich zu beobachten.

Für Ausflüge in der Region bietet das Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus in Altenau den idealen Ausgangspunkt.

Hunsrück-Hochwald

Bekannt ist dieser Nationalpark durch die Zeugnisse der Kelten. Gegründet wurde der junge Nationalpark im Jahr 2015. Auf einer Fläche von 100 KM² sind Borstgrasrasen, Moore sowie Eichen-, Fichten- und Buchenwälder zu finden. Spannend zeigt sich die Tierwelt, in der 16 Fledermausarten und 1400 Käferarten beheimatet sind.

Das besondere Erlebnis

In Otzenhausen befindet sich ein mächtiger Ringwall, der mit seinen Mauerresten eine Höhe von maximal 10 Meter erreicht. Es handelt sich um eine der größten Befestigungsanlagen keltischen Ursprungs, die in Europa existieren. Zur Erbauung kam es im ersten Jahrhundert vor Christus. Bei diesem Bauwerk kann eine Erkundung im Rahmen von Führungen oder individuell erfolgen. Nachgebaut wurde am Fuße des Ringwalls ein Keltendorf.

Der besondere Tipp

Im Nationalpark ist das Wildfreigehege Wildenburg zu erreichen. Dort gibt es für Wildkatzen eine Auffang- und Auswilderungsstation. Zugleich befindet sich dort ein 10.000 Quadratmeter großes Wolfsgehe innerhalb des Nationalparks.

Für Erkundungen stellt das am Erbeskopf befindliche Hunsrückhaus einen guten Ausgangspunkt dar. 

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