Bergpark Wilhelmshöhe

Der Bergpark Wilhelmshöhe ist als ein eindrucksvolles Beispiel bekannt, wenn es um die Landschaftsarchitektur im Hinblick auf den Europäischen Absolutismus geht. Dafür steht zum einen die Herkulesstatue, die von weitem sichtbar ist. Des Weiteren beeindrucken die monumentalen Wasserspiele. In seiner Gesamtheit stellt der Bergpark ein einzigartiges Kunstwerk des Barocks dar. Zugleich handelt es sich um den größten Bergpark in Europa. Schließlich sind auch heute noch die Technikgeschichte, die Kunstgschichte sowie die verschiedenen Strömungen der Gartenarchitektur im echten zu erkennen. In die Liste des Welterbes nahm die UNESCO den Park im Jahr 2013 auf.

Die Geschichte des Bergparks

Begonnen hat die Zeitrechnung im Jahr 1689. Damals kam es zur Gestaltung des barocken Bergparks durch Landgraf Carl von Hessen-Kassel. Es war die dramatische Topografie von diesem Standort, von dem die Inspiration für den Bergpark ausging. Mit einem gigantischen Ausmaß verschafft sich die Herkules-Statue Eindruck, die auf einem Oktagon steht. Über 750.000 Liter Wasser stürzen von dort in eine Tiefe von 80 Metern. Dabei überquert das Wasser Steintreppen, Aquädukte, künstliche Felsformationen sowie Kaskaden. Das Ziel befindet über dem Schlossteich, wo die Fontäne eine Höhe von 50 Metern erreicht. Zur Erbauung dieses Springbrunnens kam es im Jahr 1767. Zum damaligen Zeitpunkt war dieses Bauwerk in der Welt das größte seiner Art.

Rund um die Ergänzung

Beim Enkel von Carl handelt es sich um den Kurfürsten Wilhelm I. Unter seiner Herrschaft kam es zur Ergänzung des Wasserschauspiels. Dies geschah auf dem Gebiet des unteren Teil vom Bergpark. Es erfolgte die Anlegung von Katarakte, Stromschnellen sowie wilden Wasserfällen. Insgesamt hat die gesamte Einheit eine herausragende Position, wenn es im Rahmen einer gestalteten Landschaft um die künstlerische und technische Beherrschung von Wasser geht. Bekannt sind die Wasserspiele im Hinblick auf die Größe und die Höhe als einzigartig auf der Welt. Bezogen auf die Gartenkunst der Romantik und des Barocks besitzt das Ensemble insgesamt eine einmalige Rolle.

Die Gebäude innerhalb des Bergparks

Der Park fängt Gäste mit seiner Größe von 240 Hektar ein. Auf dem gesamten Gelände ist eine Reihe von Gebäuden zu erreichen. Dazu gehört das Schloss Wilhelmshöhe, welches heute Bereiche wie die Gemäldegalerie Alte Meister beherbergt. Des Weiteren befindet sich der Herkules auf einer Höhe von 515 Meter. Innerhalb des südlichen Bergpark-Gebietes ist die Löwenburg zu erreichen, die sich auf 350 Meter Höhe befindet. Von Oktober bis Mai kann die Besichtigung des großen Gewächshauses erfolgen. Ferner bieten mehrere einfache Gewächshäuser interessante Einblick in eine andere Zeit. Unter den weiteren Gebäuden sind das Ballhaus, das Kavalierhaus sowie das Kaskadenaufseherhaus und Staffagebauten zu sehen. 

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