Das architektonische Werk von Le Corbusier

Im Jahr 2016 kam es im Rahmen der Tagung des Welterbe-Komitees zur Aufnahme vom architektonischen Werks von Le Corbusier. Es handelt sich um einen herausragenden Beitrag zur „Modernen Bewegung“. Darin enthalten sind 17 ausgewählte Objekte vom schweizerisch-französischen Stadtplaner und Architekten Le Corbusier. Seitens der UNESCO kam es zu einer Zusammenfassung zu einem seriellen und zugleich transnationalen Weltkulturerbes. Deutlich zeigen sich bei diesen Objekten die Spuren des 20. Jahrhunderts. Genauer gesagt geht es um die Entwicklung einer neuen architektonischen Sprache des Ausdrucks, die sich auf die Moderne bezieht. Entstanden sind die Werke über einen Zeitraum von fünf Jahrzehnten.

Wie alles begann

Um eine Aufnahme in die Liste des Welterbes zu erreichen, ist die Eintragung eines Vorschlages in die Tentativliste erforderlich. In Bezug auf Le Corbusier ging die Initiative von Frankreich aus. Seitens der Liste kam es für vierzehn Gebäude und Anlagen im Jahr 2008 in die Eintragung der französischen Tentativliste. Weitere UNESCO-Mitgliedsstaaten folgten dem Antrag von Frankreich. Aufgrund von Empfehlungen zur Überarbeitung und weiteren Einflüssen kam es im Jahr 2016 während der 40. Sitzung vom Welterbe-Komitee zur Eintragung ins Welterbe.

Die genauere Blick auf die Welterbestätte

Es kam zur Aufnahme von 17 Einzelstätten, die sich auf den Staatsgebieten von Argentinien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Indien, Japan und der Schweiz befinden. Allein zehn Objekte sind in Frankreich zu erreichen. Dabei handelt es sich um folgende Bauten:

Maisons La Roche und Jeanneret – Frankreich, Paris, Ile-de-France

Villa Le Lac am Genfer See – Schweiz, Kanton Waadt, Corseaux

Cite Fruges – Frankreich, Aquitanien, Pessac

Maison Guiette – Belgien, Flandern, Antwerpen

Häuser in der Weißenhofsiedlung – Deutschland, Baden-Württemberg, Stuttgart

Villa Savoye et loge du jardinier – Frankreich, Ile-de-France, Poissy

Immeuble Clarte – Schweiz, Kanton Genf, Genf

Immeuble locativ a la Porte Molitor – Frankreich, Ile-de-France, Boulogne-Billancourt

Unite d’habitation de Marseille – Frankreich, Provence-Alpes-Cote d’Azur, Marseille

Manufacture a Saint-Dié – Frankreich, Lothringen, Saint-Dié-des-Vosges

Casa Curutchet – Argentinien, Provinz Buenos Aires, La Plata

Chapelle Notre-Dame-du-Haut – Frankreich, Franche-Comte, Ronchamp

Cabanon de Le Corbusier – Frankreich, Provence-Alpes-Cote d’Azur, Roquebrune-Cap-Martin

Complexe du Capitole – Indien, Chandigarh, Punjab und Haryana

Kloster Sainte-Marie de la Tourette – Frankreich, Rhone-Alpes, Eveux

Nationalmuseum für westliche Kunst – Japan, Präfektur Tokio, Taito

Maison de la Culture de Firminy – Frankreich, Rhone-Alpes, Firminy

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