Kontorhausviertel

Zur Hamburger Welterbestätte gehört das Kontorhausviertel. Es handelt sich in diesem Fall um den südöstlichen Bereich von der Hamburger Altstadt. Zu erreichen ist dieses Gebiet zwischen der Brandstwiete, dem Klosterwall und dem Meßberg. Das besondere Merkmal stellen die großen Kontorhäuser dar, die sich durch den Stil des Backsteinexpressionismus auszeichnen. Diese Bauten stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Beim zentralen Platz von diesem Viertel handelt es sich um den Burchardplatz, dessen Merkmal die Blockrandbebauung ist.

Die einzelnen Bauten

Gekennzeichnet ist das Viertel von den unterschiedlichsten Bauten. Viele Gebäude stehen seit dem Jahr 1999 unter Denkmalschutz. Dazu gehören:

Miramarhaus

Es handelt sich um das erste Kontorhaus, welches in den Jahren 1921 – 1922 entstand.

Chilehaus

Zuständig für die Errichtung des Chilehauses war Fritz Höger, wobei dieses Gebäude als sein Hauptwerk gilt.

Meßberghof

Beim Chilehaus und diesem Gebäude kam es zeitgleich zur Erbauung. Die Zuständigkeit lag bei Hans und Oskar Gerson.

Sprinkenhof

Von drei Bauabschnitten in den Jahren 1927 bis 1943 ist die Erbauung von diesem Gebäude gekennzeichnet. Zum damaligen Zeitpunkt stellt der inzwischen sanierte Sprinkenhof den größten Hamburger Bürokomplex dar.

Montanhof

Gekennzeichnet ist dieses Gebäude mit seiner Klinkerbauweise von dekorativen Elementen des Art déco. Die Bauzeit dieses Hauses dauerte von 1924 bis 1926.

Hubertushaus

Fritz Wischer und Max Bach entwarfen das Gebäude, welches im Jahr 1931 entstand. Bei diesem Bau handelt es sich um ein Geschäftshaus, welches von Elementen eines Hochhauses geprägt ist.

Bartholomayhaus

Dieses Gebäude ist vom Johanniswall, Springeltwiete, Steinstraße und Altstädter Straße umgeben. Zur Erbauung kam es in den Jahren 1938 und 1939. Es ist das letzte Kontorhaus, welches sich durch den klassischen Stil mit großen Blendgiebeln auszeichnet. Die Bauweise lehnt sich an alt-hanseatische Bürgerhäuser an.

Mohlenhof

Für den Entwurf und die Realisierung des Kontorhauses Mohlenhof waren die Architekten Klophaus, Schoch zu Putlitz zuständig. Das in den Jahren 1927/1928 errichtete Gebäude ist von der Architekter der zweiten Hälfte der 1920er Jahre gekennzeichnet.

Altstädter Hof

Läden und Geschäfte sind im Erdgeschoss des von 1936 bis 1937 errichteten Gebäudes zu finden. Darüber hinaus beherbergt das Gebäude 220 Wohnungen. Sehenswert sind die zahlreichen Sandskulpturen, anhand derer typische Hamburger Berufe zu erkennen sind.

Helmut-Schmidt-Haus

Zu erreichen ist das Gebäude dort, wo Speersort und Domstraße sich treffen. Für den Entwurf des im Jahr 1938 erbauten Hauses war Rudolf Klophaus zuständig. Am Bau sind einzelne Elemente aus Muschelkalk zu finden.

Im Plangebiet Schumachers befinden sich ältere Bauten. Teilweise entstanden diese Gebäude noch dem Jahr 1920. Dabei handelt es sich um Schopenstehl 32 sowie um die Polizeiwache am Klingberg.

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