Kaiserpfalz

So einfach lässt sich die Kaiserpfalz nicht beschreiben. Immerhin handelt es sich um mehrere Königspfalzen, zu denen die Goslarer Pfalz gehört. 

Am Fuß vom Rammelsberg ist die Kaiserpfalz zu erreichen, die eine Größe von 340 mal 180 Metern umfasst. Gleichzeitig ist das Gelände im Süden von Goslar zu erreichen. Auf diesem Gelände befanden oder befinden sich fast vollständig die Liebfrauenkirche, die Pfalzkapelle „St. Ulrich“, das einstige Kollegiatsstift „St. Simon und Judas“ sowie das Kaiserhaus.

Details zum Kaiserhaus

Eine größere Bedeutung in Deutschland hat das Kaiserhaus schon dadurch, dass es sich bei diesem Bau um den größten und ältesten Profanbau handelt. Gleichzeitig ist dieses Bauwerk am besten erhalten. Zudem gab es dieser Zeit keinen größeren Profanbau. Bevorzugt wählten gerade die Salierkaiser das Kaiserhaus als Aufenthaltsstätte aus. Wie eindrucksvoll das Gebäudeensemble der Kaiserpfalz bereits im 11. Jahrhundert wirkte, wird an Chronist Lampert von Hersfeld deutlich. Er sprach seinerzeit in Bezug auf das Kaiserhaus vom berühmtesten Wohnsitz des Reiches. Zusammen mit dem Rammelsberg und der Goslarer Altstadt gehört der Pfalzbezirk seit 1992 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Der kleine Blick in die Geschichte

Mit Blick auf das heutige Niedersachsen handelt es sich bei der Pfalz um eine von fünf Pfalzanlagen. Dazu gehören ferner Pöhlde, Grona, Werla und Dahlum. Allein für die Goslarer Pfalz liegen eine Reihe von bedeutenden historischen Ereignissen vor. Mitte des 11. Jahrhunderts war bei Heinrich III. Papst Viktor II für mehrere Wochen zu Besuch. Aufständige Sachsen waren im Jahr 1073 an der Flucht von Heinrich IV schuld.

Die Pfalz in heutiger Zeit

Es handelt sich um eine der bedeutenden Attraktionen im Hinblick auf den Tourismus in Goslar sowie die Harzregion überhaupt. Eine Besichtigung des Kaiserhaus kann auch in Kombination mit einer Führung täglich erfolgen. Für das ältere Wohngemach liegt eine Nutzung zu Ausstellungs- und Verwaltungszwecken vor, wobei die Anmeldung für Führungen möglich ist. Ausstellungsstücke aus dem Bezirk Pfalz sind außerdem im Goslarer Stadtmuseum zu finden. Dazu gehören der Krodoaltar sowie einige Chorfenster. Treffen wie einst auf der Wiese gehören allerdings inzwischen der Vergangenheit an. Auf dem gesamten Gelände herrscht mittlerweile ein Versammlungs- und Alkoholverbot.

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