Montanregion Erzgebirge – Krusnohori

Beim Erzgebirge handelte es sich um ein Mittelgebirge, das sich über Sachsen und Böhmen verteilt. Damit liegt das Erzgebirge zugleich in Deutschland und in Tschechien. Der Verlauf der Staatsgrenze befindet sich in der Nähe der Kammlinie.

Die Gliederung aus naturräumlicher Sicht

Eine gültige Gliederung für den Naturraum vom gesamten Erzgebirge existiert nicht. Schließlich erfolgt die Charakterisierung und die Festlegung von Naturräumen durch Bunderländer und Staaten. Mit Blick auf das Erzgebirge liegen somit für den Teil in Tschechien und Deutschland unterschiedliche Gliederungen vor.

Der Facettenreichtum vom Erzgebirge ist jedoch noch reichhaltiger ausgeprägt. Im Juli 2019 hat nun das Mittelgebirge eine besonders hohe Wertschätzung erfahren. Als „Montanregion Erzgebirge/Krusnohori“ wird die sächsisch-böhmische Bergbauregion nunmehr in der Liste des Welterbes der UNESCO geführt.

Der Blick auf das Welterbe

Auf der Sitzung des Welterbe-Komitees vom Sommer 2019 die Aufnahme der Stätte in das Welterbe der UNESCO bestätigt. Zur Montanregion gehören 17 Teilgebiete in Sachsen sowie fünf Teilgebiete in Tschechien. Darunter befinden sich Städte mit einer charakteristischen Architektur sowie Transportwege und Wassermanagementsysteme. Gekennzeichnet ist die Welterbestätte „Montanregion“ von Vielfältigkeit. Zu spüren ist die Geschichte der Erzgewinnung, bei der der Rückblick auf einen Zeitraum von mehr als 800 Jahren erfolgen kann.

Seit dem 11. Jahrhundert ist im Erzgebirge die Bergbaulandschaft entstanden. Dabei liegt dieses Gebiet auf beiden Seiten der sächsisch/böhmischen Grenze. Gekennzeichnet ist die Landschaft von historisch technischen Denkmälern, die weitestgehend original erhalten sind. Zudem gibt es Einzeldenkmäler und Sachgesamtheiten, die in Verbindung mit dem Montanwesen stehen. Zum ersten Fund von Silbererz kam es in Christiansdorf im Jahr 1168.  

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