Wattenmeer

Mit dem Begriff Wattenmeer wird ein bestimmter Bereich an der Küste eines Meeres bezeichnet. In diesen Bereichen sind die Gezeiten und ihre starken Einflüsse besonders stark zu spüren. Insgesamt viermal täglich steigt und fällt das Wasser, so dass es also zweimal einer Niedrigwasserzeit und zu einer Hochwasserzeit kommt. Gesprochen wird dabei auch von der Ebbe und von der Flut. Schaut man nun auf die Flächen, die bei Ebbe trocken sind, so wird nun auch von so genannten Wattflächen gesprochen. Ein anderer Umgang wird jedoch mit dem Begriff Wattenmeer gepflegt. Darunter werden nur die Flächen verstanden, bei denen es sich um Flachküsten handelt, wobei Schlick- oder Sandwatten gegeben sein müssen. Durch so genannte Rinnen kann das Wasser aus dem Watt strömen und auch wieder hineinströmen. In diesem Fall wird auch von Prielen gesprochen, wobei die größten davon als Seegatten bezeichnet werden. Es sind die gemäßigten Zonen vielen Regionen der Welt, wo die Wattenmeere zu finden sind. Diese Gebiete an der Küste sind allerdings auch in den tropischen Zonen zu finden.  Jedoch zeichnen sich die Gebiete in diesem Momente durch die Mangroven aus, mit denen die Küstengebiete bewachsen sind. Gesprochen wird dabei auch von den Gezeitenwäldern.

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Weltweit sind dabei die folgenden Wattenmeere zu finden:

Ostasien – die koreanische Gelbmeerküste

Südamerika – Marschgebiete beiderseits des Mündungsdeltas des Essiquibo

Nordamerika – die Cape Cod Bay an der Atlantikküste

Teile der Bucht von San Francisco an der Pazifikküste

Europa – Gebiete an der Irischen See

Gebiete an der Atlantikküste

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Besonders erwähnenswert sei das Wattenmeer an der Nordsee. Es handelt sich dabei um eine Fläche mit einer Größe von 9000 km². Die Landschaft ist zugleich 450 Kilometer lang und 40 Kilometer breit. Gelegen ist die Landschaft zwischen Den Helder in den Niederlanden im Südwesten sowie Blavandshuk in Dänemark im Nordosten. Fast das gesamte Wattenmeer in diesem Bereich steht unter Naturschutz, wobei unter anderem besonders der deutsche Teil einen Schutz als Nationalpark genießt. Die Bereiche des Wattenmeeres in Schleswig-Holstein, in Niedersachsen und in den Niederlanden wurden im Jahr 2009 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Die Aufnahme des Hamburgischen Wattenmeeres folgte im Jahr 2011. Das gesamte Gebiet zeichnet sich nicht nur durch seine landschaftliche Schönheit aus, sondern auch durch seine reiche Artenvielfalt aus, da hier etwa 10.000 Arten von Tieren zu Hause sind.

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