Freimarkt

Zum ersten Mal fand der Bremer Freimarkt im Jahr 1035 statt. Bis heute gilt dieses Volksfest als eines der ältesten in Deutschland. Mittlerweile zieht das Fest mehr als vier Millionen Besucher in noch nicht einmal 20 Tagen an. In dieser Zeit sind etwa 340 Aussteller auf einer großen Fläche hinter dem Bremer Hauptbahnhof zu finden. Während dieser Zeit wird auch von der fünften Jahreszeit in Bremen gesprochen. Fast liebevoll klingt der Ausruf, wenn es heißt, „Ischa Freimaak“.

Begonnen hat die Geschichte jedoch mit dem Warenmarkt. Zweimal im Jahr kam es zur Veranstaltung in Form von einem Jahrmarkt. Die Termine wurden auf das Frühjahr und den Herbst gelegt. Die Markthoheit erhielt der Bremer Rat während des 14. Jahrhunderts. Erstmalig kam es zur Erwähnung vom Freimarkt im Jahr 1339. Eine Bindung an das Kirchenjahr lag nun nicht mehr vor, wobei die günstigen Termine blieben. In den folgenden Jahrhunderten ist die Geschichte vom Freimarkt sehr abwechslungsreich ausgeprägt.

Inzwischen erfolgt die Eröffnung vom Bremer Freimarkt in jedem Jahr auf einem Freitag. Auf dem Bremer Marktplatz wird die Eröffnung um 16:00 Uhr zelebriert. Mitglieder hängen sich im Rahmen des kleinen Freimarktes ein Lebkuchenherz aus Pappe um. Zwei Stunden später folgt auf dem eigentlichen Volksfest der traditionelle Fassanstich. Ein weiteres Highlight präsentiert der Freimarkt am zweiten Sonnabend des Veranstaltungszeitraumes mit dem großen Freimarktsumzug.

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