Krebs – Nachdenkliches

Mir hat neulich schon mal jemand erklärt, dass ihm vom Beobachten meiner Geschichte mulmig wird. Ich kann das Verstehen. Was ist schon dabei, wenn man sich ein Ticket für die Bahn kauft und sich für 22,00 Euro innerhalb eines bestimmten Zeitraum in Brandenburg aufhält – wahrscheinlich auch noch als Webseitenbetreiber. Und dann erlebt man einen früheren Kontakt auf Facebook von einer ganz anderen negativen Seite.

Bevor ich den Versuch gestartet habe, meine Selbständigkeit nach der zweiten Therapie im November 2017 wieder zu intensiveren, habe ich mich natürlich erkundigt, welchen Spielraum das Berlin-Ticket S alles darf. Dazu gehört auch der Erwerb von Anschlussfahrscheinen – bereits etwa 330 Anschlussfahrscheine sind online zu finden. Was es noch an Fahrscheinen gibt, ist meiner Webseite www.modellbahnzauber24.de zu entnehmen. Nun besteht natürlich auch immer die Möglichkeit, das mögliche Tumorpatienten von solchen Geschichten hören, was anderen Krebspatienten widerfährt und sich vielleicht von klärenden Arztbesuchen abhalten lassen. Bitte lassen sie nicht davon abhalten und gehen Sie zum Arzt oder zum Onkologen. Lieber einmal zu viel als zu wenig zum Arzt gehen. Je früher der Besuch erfolgt, desto besser. Gerade in der Anfangszeit kann man viel bei einer Krebserkrankung viel erreichen, da die medizinische Forschung vorangeschritten ist.

Ist jemand aus Ihrem Umfeld an Krebs erkrankt, der überlegt, ob er bei solchen Geschichten zum Arzt gehen soll? Bitte weisen Sie ihn darauf, das es trotzdem lohnt, diesen Weg zu gehen. Es wird schließlich nicht jede Geschichte so sein wie meine. Und wenn schon eine aktuelle Behandlung stattfindet: Bitte haben Sie Geduld. Mitunter sind Krebskranke vom Chemobrain mit seinen ganzen Nebenwirkungen betroffen.

Die onkologische Praxis, in der ich seit als Patientin gegen Krebs behandelt werde, befindet sich in der Rathenower Straße 5. Das Schild am Hauseingang ist wohl nicht zu übersehen. Auch zur Wahrung der Interessen der Praxen, die mich behandeln, sind meine Befunde teilweise seit 2017 online zu finden.

Mit zwei Krebserkrankungen,  einer Lungenentzündung und drei Kiefer-Ops habe ich inzwischen auch begriffen, das ich in Krankheit immer allein sein werde. Für diejenigen, die das mitansehen und dies nicht verstehen, wenn ich mal wieder allein bei einem meiner Ärzte bin. Ich hatte es auch anders erwartet. Für mich ist es allerdings nicht mehr so schlimm. Wenn man in Krankheiten wie Krebs allein gelassen wird, weiß man wenigstens woran man ist. Es gibt ja genug Abwechslung wie meine derzeit sechs Webseiten, zu den sich noch eine weitere gesellen wird.