Hildesheim

Das Jahr 2015 besitzt für die Stadt Hildesheim eine besondere Bedeutung. Hildesheim feierte in dem Jahr seinen 1.200 Geburtstag. Die große selbständige Stadt ist in 30 Kilometer Entfernung von der Landeshauptstadt Hannover zu erreichen. Gleichzeitig stellt die Stadt eines von neun Oberzentren innerhalb des Bundeslandes dar.

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Geografische Gedanken

Dort wo sich die Grenze der Hildesheimer Börde und des Innerstebergland befinden, ist die Stadt Hildesheim zu erreichen. Dabei befindet sich der größte Teil der Stadt auf der rechten Uferseite des Flusses Innerste. Es handelt sich um einen Zufluss zur Leine. Gleichzeitig liegt die Stadt im Norden vom Hildesheimer Wald. West-nordwestlich von Hildesheim erhebt sich der Höhenzug Vorholz. Die Giesener Berge grenzen im Nordwesten an den Stadtrand. Gekennzeichnet ist das von 14 Ortschaften geprägte Stadtgebiet von sieben Naturschutzgebieten. Zu möglichen Ausflugszielen gehören die in der Umgebung von Hildesheim gelegenen Gemeinden. Darunter sind Bad Salzdetfurth, Nordstemmen und Diekholzen zu finden.

Sehenswerte Facetten

Zu einem Besuch lädt das als Dreispartenhaus ausgeprägte Stadttheater ein. Neben Theatern wie dem Theaterhaus Hildesheim laden eine Reihe von Museen zu einem Besuch ein. Darunter sind das Dommuseum Hildesheim sowie das Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim zu finden. Interessante Einblicke bietet der Besuch auf dem historischen Marktplatz, der heute den touristischen Mittelpunkt bildet. Dort sind Bauten wie das Bäckeramtshaus und das Tempelhaus zu bestaunen. Sehenswert sind außerdem die Fachwerker, von denen sich einige in der Hildesheimer Neustadt gibt. Zum Verweilen laden ferner der Bismarckturm sowie die Burg Steuerwald ein. Des Weiteren ist ein Besuch beim Huckup, dem Bernwardsdenkmal und dem auf dem Andreasplatz befindlichen Brunnen möglich.

 

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Ein kleiner Einblick

Anlässlich des runden Geburtstages der Stadt Hildesheim ist es an der Zeit, die Stadt ein wenig näher zu betrachten. Die niedersächsische Kreisstadt ist nördlich des Hildesheimer Waldes zu erreichen. Neben der Welterbestätte der Michaeliskirche besitzt die Stadt viele weitere Sehenswürdigkeiten. Teilweise kam es zu einer Wiederherstellung verschiedener Bauwerke nach dem zweiten Weltkrieg, da viele Gebäude unter der zerstörerischen Zeit gelitten hatten.

 

 

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Informationen zum Hildesheimer Dom

Besonders sehenswert ist der im Jahr 1050 errichtete Dom St. Mariae mit seinen bronzenen Toren und der bronzenen Christussäule. Dessen Geschichte begann jedoch viel früher. Zum ersten Dombau kam es bereits im 9. Jahrhundert. Auf seinen Fundamenten erheben sich in den nachfolgenden Jahrhunderten die weiteren Bauten. Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg ist der Dom nach dem Wiederaufbau von frühromanischer Architektur gekennzeichnet. Im Jahr 1985 kam es zur Aufnahme des Hildesheimer Doms in das Weltkulturerbe der UNESCO. Beeindruckend wirken ebenfalls der 1000jährige Rosenstock sowie der Domschatz.

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Es bietet sich ferner ein Spaziergang zu diesen Kirchen an:

Godehardkirche

Mauritiuskirche

St. Andreaskirche.

Zudem zeichnet sich das Rathaus als Sehenswürdigkeit durch seine gotische Fassade aus. Viel Wissenswertes erfahren Besucher im Roemer-Pelizaeus-Museum. Neben einem Münzkabinett sind dort Sammlungen mit völkerkundlicher, natureller und ägyptischer Herkunft zu bewundern.

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Hildesheim – Die Geschichte

Im Jahr 815 gründete Ludwig der Fromme das Bistum Hildesheim. Unterstellt wurde dieses Gebiet dem Erzbischof von Mainz. In den folgenden zwei Jahrhunderten wuchs das Gebiet weiter. Dies fiel hauptsächlich in die Amtszeit der Bischöfe Bernward und Godehard. Unter ihrer Führung wurden zahlreiche Grafschaften und Gerichtsbarkeiten einverleibt. Es ist davon auszugehen, dass das Marktrecht durch Otto III. an Hildesheim verliehen wurde. Immer mehr wuchs die Stadt Hildesheim heran. Daher trat die Stadt der Hanse bei. Allerdings ließen Unstimmigkeiten zwischen den Bischöfen und der immer größer werdenden Stadt nicht lange auf sich warten. Dies wuchs sich sogar zu einem ständigen Streit aus. Doch auch mit den Welfen waren sich die Bischöfe nicht mehr einig. Einige Jahrhunderte später wurde von der Hildesheimer Stiftsfehde gesprochen. Diese beherrschte das Leben in der Zeit von 1519 bis 1523. Dadurch kam es zu einer Aufteilung von Hildesheim in das kleine und das große Stift. Zum kleinen Stift gehörten

Peine

Steuerwald

Marienburg sowie die

Stadt Hildesheim.

Das kleine Stift verblieb beim Bischof, der jedoch die anderen Gebiete später zurückerhielt. Es gab in den folgenden Jahrhunderten noch einige Wechsel der Zugehörigkeit, bevor die Stadt ab 1866 wieder zu Preußen gehörte.

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