Nord- und Südkorea – ein besonderer Moment

Einigen Freunden des Sports dürfte das Ringen bekannt sein. Es gibt eine spezielle Form koreanischer Abstammung. Dabei ist die Rede vom Ssireum, die in Nordkorea und Südkorea bekannt ist. Beide Länder haben sich gemeinsam an die UNESCO gewandt und die Aufnahme von Ssireum in die Liste als immaterielles Kulturerbe beantragt. Sie hatten mit ihrem gemeinsamen Antrag Erfolg und haben die internationale Anerkennung erhalten.

Gedanken rund um die Aufnahme

Dieser Antrag an die UNESCO war der erste seiner Art, der gemeinsam von Nord- und Südkorea gestellt wurde. Nun nahm die UNESCO diese spezielle Art des Ringens immaterielles Kulturerbe in die entsprechende Liste auf. Dass dieser Antrag und die Bewilligung etwas Besonderes sind, bestätigte auch die Generalsekretärin der UNESCO, Audrey Azoulay. Schließlich haben sich die koreanischen Nachbarn gemeinsam beworben. In der Geschichte sei dieser Schritt als beispiellos zu werten.

Die weitere Prüfung

In dieser Woche tagt ein Ausschuss der UNESCO. Dabei soll eine Prüfung in Bezug auf die Aufnahme weiterer Kulturformen erfolgen. Auf der Tagesordnung des Ausschusses stehen insgesamt 50 Vorschläge. Auch Deutschland ist unter den Vorschlägen zu finden. Für  diesen Fall liegt ein gemeinsamer Vorschlag mit den Ländern Slowakei, Tschechien, Ungarn und Österreich vor. Dies bedeutet gleichzeitig, dass eine multinationale Bewerbung vorliegt. Im Mittelpunkt steht der Blaudruck, bei dem es sich um eine Technik für die Veredlung von Stoffhandelt, die mehrere Jahrhunderte alt ist. Aus Jamaika kommt der Wunsch, dass die Reggae-Musik zum immateriellen Kulturerbe ernannt wird. Unter den Anträgen ist ferner die Herstellung von Parfüm zu finden, die ihren Ursprung im südfranzösischen Grasse hat.