Prävention – 32

Tipps zum Verständnis von Krebserkrankungen

Zunächst einmal ist Krebs nicht gleich Krebs. Es gibt bei den Tumoren, die es leider in einer großen Vielzahl gibt, unterschiedliche Einstufungen. Auch spielt die Teilungsgeschwindigkeit eine große Rolle. Wer mehr über die Verhaltensweisen von Krebskranken und den erforderlichen Übungen erfahren möchte, wird unter dem Stichwort „Chemobrain“ fündig. Es ist nicht als Krankheit anzusehen, sondern zeigt auf, dass es zu eingeschränkten Handlungsweisen bei Krebspatienten kommt. Wichtig ist dabei auch ein regelmäßiges Training. 

Ein Anzeichen für eine mögliche Krebserkrankung können vergrößerte Lymphknoten sein. Dies ist dann wahrscheinlich ein Anzeichen, dass sich Krebszellen den Weg im Körper weitergebahnt haben und sollte unbedingt von einem Arzt begutachtet werden. Bei mir war es bei meiner ersten Krebserkrankung so, dass ich vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle selber ertasten konnte. Ich wurde dann auch zur Biopsie ins Gertrauden-Krankenhaus geschickt. 

Vier Tage vor Weihnachten 2001 erhielt ich die Nachricht, dass auch mich der Krebs – nach meiner Mutter- erwischt hat. Neben den Gedanken um die Therapie – um die sich meine Onkologin in Verbindung mit der Strahlentherapie kümmern wollte – stand noch ein Frage im Raum: Wie mache ich meiner 90-jährigen Großmutter klar,m die schon ihre Tochter durch eine Krebserkrankung begleiten musste, dass auch ich Krebs habe? Ich entschloss mich dann, die onkologische Schwerpunktpraxis in der Rathenower Straße aufzusuchen, in der schon meine Mutter behandelt wurde. Nur waren seit der Erstdiagnose bei meiner Mutter 15 Jahre vergangen, sodass die medizinische Forschung schon etwas weiter wahr. Auf Wunsch meiner Onkologin wurde ich in der damaligen Strahlentherapie vom Krankenhaus Moabit vorstellig. Zusammen haben die Ärzte einen Behandlungsplan entwickelt, bei dem ich am 15.01.2002 meine erste Chemotherapie in der Praxis erhielt. Es folgten zwei weitere Chemotherapien im Abstand von je drei Wochen mit der vorherigen Gabe von Cortison, 33+5 Bestrahlungen in der Strahlentherapie im Untergeschoss vom Krankenhaus Moabit sowie dreimal das CMF-Schema. Im Anschluss kam es zu einer fünfjährigen Behandlung mit den Medikamenten Tamoxifen, Zoladex und Arimidex. Alles geschah natürlich unter strenger ärztlicher Kontrolle in regelmäßigen Abständen. Dabei kann nicht nur das Chemobrain auftreten – auch die Medikamente haben Nebenwirkungen. Das wichtigste AÄnliegen, womit sich meine Ärztin bereits während meiner ersten Krebsbehandlung an mich gewandt hat: Ich möge doch Sport machen. Auf Prävention – 26 oder auch in einem Album bei Facebook sind aktuell Bilder vom Training auf dem Laufband zu entdecken.

Die Behandlung von Krebs kann eine Reihe von Nebenwirkungen mit sich bringen.  Dazu gehören auch Knochenschmerzen oder eventuell einer Nervenschädigung in den Fingern. Ebenfalls sehr belastend und nur schwer in den Griff zu bekommen: Fatigue bei Krebs oder auch Dauermüdigkeit.

Eine Sängerin hat gestern über ihre zweite Tätigkeit gesprochen. Dies möchte ich zum Anlass nehmen, um in meiner Krebserkrankung einzutauchen. Ich hatte damals weniger Wissen wie heute, da ich zu sehr mit dem Kampf gegen den Krebs beschäftigt war. Die Nebenwirkungen von Medikamenten waren auch recht stark Was ich deshalb auch aus den Augen verloren habe, waren meine Skoliose und meine Allergien. Und dann steht man plötzlich 2008/2009 da und kann keine Treppen mehr steigen – und das, wo ich im vierten Stock wohnte. Eine vorübergehende Lösung wurde gefunden. Dann ging ich zum Lungenfacharzt, der Blut abnahm. Das war das Ergebnis:

Zu erkennen ist der Wert von bis 11,8 im Normalbereich. Bei mir kam ein Wert von 38,4 heraus. Ein Umzug aus meiner Traumwohnung war nicht zu vermeiden.

Geschrieben und Copyright by Marina Teuscher 2020 bis 2030