Speyer

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Historisch und kulturell ist die Stadt Speyer geprägt, die am Oberrhein in Rheinland-Pfalz liegt. Als eine der ältesten Städte erfolgte die Gründung des damaligen Spira um das Jahr 600. Jahrhunderte später hatteSpeyer im Mittelalter weiter an Bedeutung gewonnen. Nun war sie innerhalb des heiligen römischen Reiches Deutscher Nation eine der größten Städte. Noch heute besitzt Speyer eine sehr interessante Ausstrahlung, was unter anderem durch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten kommt. Zeit nehmen sollten sich Gäste der Stadt für einen Besuch im historischen Museum der Pfalz, welches die Besichtigung von mittelalterlichen Ausstellungsstücken ermöglicht. Ferner lädt das Technikmuseum Speyer zum Besuch ein, welche meisterhafte Stücke aus dem Flugzeug- und Fahrzeugbau präsentiert. Deutlich wird dies an der Boeing 747-230 mit dem Namen „Schleswig-Holstein“. In die Archäologie werden Besucher im Museum SchPIRA entführt. Zu den weiteren Highlights gehören unter anderem die internationalen Musiktage „Dom zu Speyer“. Außerdem findet jährlich der internationale Orgelwettbewerb „Dom zu Speyer“ statt.

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Die Welterbestätte

Besonders eindrucksvoll wird es jedoch, wenn sich der Blick auf den Kaiser- und Mariendom der Stadt richtet, der sich durch die romanische Architektur auszeichnet. Gesprochen wird bei diesem Bauwerk auch vom Speyerer Dom. Aufgenommen wurde dieser im Jahr 1981 in die Liste des Welterbes der UNESCO. Weltweit gibt es kein größeres romanisches Bauwerk als den Speyerer Dom. Die Arbeiten an diesem Bauwerk wurden unter Kaiser Konrad II. im Jahr 1030 begonnen. Das Jahr 1041 brachte die Weihung der Krypta des Doms mit sich.

Genauere Einzelheiten zum Bauwerk

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In den ersten Jahrzehnten des zweiten Jahrtausends fand die Errichtung des Doms statt. Genauer gesagt handelte es sich um die Jahre 1030 bis 1061. Die Geschichte des Doms nahm jedoch schon einige Jahre vorher seinen Lauf. Es war Konrad der II., dessen Krönung zum Kaiser von Deutschland im Jahr 1027 erfolgte. Zu dieser Zeit war er damals zugleich erster Salier. Einer seiner Aufträge zielte auf den Bau einer romanischen Kathedrale in Speyer ab. Jedoch vergingen bis zur Fertigstellung über drei Jahrzehnte. Erfolgt ist die Errichtung  in der Regentschaft von Heinrich III, dem Sohn von Konrad II. Doch nur zwei weitere Jahrzehnte später begannen die Umbauarbeiten am Kaiserdom, die insgesamt von 1082 bis zum Jahr 1106 andauern sollten. Während dieser Arbeiten wurde der Dom auch eingewölbt. In den kommenden drei Jahrhunderten kam dem Dom, der als dreischiffige Basilika erbaut worden war, noch eine weitere Bedeutung zu. Für diesen Zeitraum handelte es sich um die Grablage, in der die Kaiser und Könige von Deutschland ihren Platz fanden.

Gekennzeichnet vom romanischen Baustil

Wenn man den Dom mit seinem heutigen Bild betrachtet, bestimmen verschiedene Epochen das Bild des Doms. Ganz besonders entscheidend ist dabei die Zeit von Konrad II. und Heinrich III. Geschaffen wurde unter ihrem Wirken ein Bau der Frühromanik, der eine schlichte und klare Formensprache besitzt. Dabei besaß der Grundriss damals ein kreuzförmiges Format. Am längsten erhalten ist die im Jahr 1041 erbaute Hallenkrypta.

Restaurierung im modernen Sinne

Das 20. Jahrhundert brachte die Restaurierung des Doms mit sich. Genauer gesagt begann die Restauierung im Jahr 1957. Bei den Arbeiten stand die moderne Auffassung der Restauration im Mittelpunkt der Arbeit. Vorhandene Fresken, die als kitschig angesehen waren, wurden entfernt. Geblieben sind die Malereien, die sich im Mittelschiff befanden. Doch bis heute dauert die Sanierung an, was schon durch die Substanz des Gebäudes erforderlich ist.

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Eine Rekonstruktion, die historisiert

In der letzten Jahren des 17. Jahrhunderts war das Leben der Stadt Speyer nicht einfach. Es war genauer gesagt der pfälzische Erbfolgekrieg, in dessen Rahmen die Stadt durch französische Truppen verwüstet wurde. Allein beim Dom wurde das Langhaus zur Hälfte zerstört. Die Rekonstruktion des Langhauses sowie des Westwerkes begannen in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Formale Vorgaben bestimmten das Bild des Langhauses seinerzeit. Anders sah die Situation beim Westwerk aus. Dort waren es Elemente des Barocks, die das Bild durchsetzen. Es gab allerdings auch Elemente, die nach deren Fertigstellung Kritik hervorgerufen haben. Verantwortlich dafür waren Heinrich Hübsch und von Johann Schraudolph.

Adresse:

Domplatz

67346 Speyer

Tel.: 06232 102118

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