Trier und die Konstantinbasilika

Ursprünglich handelte es sich um eine römische Palastaula. Sie hat nichts mit der in Rom befindlichen Maxentiusbasilika zu tun, bei der es des Öfteren zu einer irrtümlichen Bezeichnung als Konstantinbasilika kommt.

Erbaut wurde die Palastaula als Audienzhalle für die römischen Kaiser. Sie residierten im vierten Jahrhundert in der Stadt. Lediglich der Name des Baus stellt noch ein Zeichen der damaligen Zeit dar. Heimatforscher Johannes Steiner wählte den Begriff Basilika als Bezeichnung für das Bauwerk aus. Enthalten war diese Bezeichnung in einer Lobrede der späteren Antike, die man auf Kaiser Konstantin hielt. Allerdings stellt der Begriff Basilika aus heutiger Sicht keine passende Bezeichnung dar. Schließlich besitzt die Basilika nicht das Aussehen einer Basilika. Einzustufen ist der Bautyp eher als Saalkirche. Auch im Hinblick auf den katholischen Ehrentitel, den die Basilika besitzt, ist ein nichtzutreffend festzuhalten. Bei dem Bauwerk handelte es sich außerdem zu keinem Zeitpunkt um eine katholische Kirche.

Neben dem Status des Welterbes zeichnet sich die Konstantinbasilika durch den Status von einem geschützten Kulturgut auf der Grundlage der Haager Konvention aus. Teilweise ist heute noch römische Bausubstanz erhalten. Zum einen handelt es sich um die im Norden befindliche Apsis. Dazu gehören ebenfalls die Westwand sowie die Reste der römischen Außenmalereien, die sich an der Nord- und Westfassade befinden. Ferner sind noch immer Mauerreste von Vorgängerbauten vorhanden.

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