Lübeck und die Geschichte

Dort, wo sich heute Lübeck befindet, befand sich einst eine slawische Burg. Dieses Gebäude wurde um das Jahr 1070 angelegt. Die Entstehung eines slawischen Burgwalls in Verbindung mit der Siedlung Liubice folgte etwa 30 Jahre später. Einige Zeit darauf war die Sprache von Alt-LLiubice oder auch Oldenlubecke. Gelegen ist dieses Gebiet an der Einmündung der Schwartau, die in die Trave führt. Zeitweilig handelt es sich bei Alt-Liubice um einen slawischen Fürstensitz. So regierten früher Gottschalk von 1043 bis 1066 und Heinrich von 1093 bis 1127. Gleichzeitig handelt es sich bei der Siedlung um den Ausgangspunkt der Slawenmission in Wagrien.

Die Jahrhunderte vergingen und Lübeck erlebte eine Zeit großer Blüte. Schließlich handelte es sich bei der Stadt sogar um den Vorort der Hanse. Rund zwei Jahrhunderte hatte Lübeck kulturellen und wirtschaftlichen Einfluss auf den Ostseeraum. Durch J. Bugenhagen kam es im Jahr 1530 zur Einführung der Reformation in Lübeck. Doch dann wurde ohne Erfolg ein Krieg der Hanse gegen Schweden geführt. Partner der Hanse war während des Krieges Dänemark. So kam es im Jahr 1570 zum Frieden von Stettin. Damit war die politische Bedeutung von Lübeck zu Ende.

Der nächste bedeutsame Schritt folgte im Jahr 1866 mit dem Eintritt von Lübeck in den Norddeutschen Bund. Es folgte im Jahr 1868 der Eintritt in den Deutschen Zollverein und 1871 der Eintritt in das Deutsche Reich als Bundesstaat. Dabei war die Verfassung von Lübeck bis zum Jahr 1848 von patrizischen Einflüssen gekennzeichnet. Später folgten zunächst parlamentarische Elemente, denen im Jahr 1920 eine demokratische Verfassung folgte. Lübeck verlor die Eigenstaatlichkeit im Jahr 1937. Infolge dessen kam es zur Eingliederung von Lübeck in die preußische Provinz Schleswig-Holstein.

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