Berlin-Alexanderplatz

Im 17. Jahrhundert kam es zur Anlegung vom Alexanderplatz. Die Benennung des Platzes erfolgt in Anlehnung an den Namen vom russischen Zaren Alexander I. Geht es nach dem Volksmund, so ist bei dem Platz auch die Rede vom Alex.

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Einblicke in die Geschichte des Platzes

Die bisher bestehende Stadtmauer erhielt nach dem Dreißigjährigen Krieg eine Verstärkung. Gezielt fanden Maßnahmen in den Jahren 1658 bis 1683 statt. Als Grundlage dafür sind die Planungen vom aus Linz stammenden Baumeister Johann Gregor Memhardt anzusehen. Infolge dessen entstand ein Festungsring. Eine topografische Bestandsaufnahme lies Gedanken an eine Residenzstadt aufkommen.

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Blick auf das 18. Jahrhundert

Interessant Facetten besaß der Platz auch im 18. Jahrhundert und zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Zur damaligen Zeit befand sich mit dem Kurprinz eine Tuchfabrik am Alex, die zu den ersten ihrer Art überhaupt gehört. Um die Jahre 1799/1800 kamen militärische Einrichtung wie das Exerzierhaus dazu. Nunmehr waren am Alexanderplatz Manufakturarbeiter, ausgemusterte Soldaten, Kleinbürger sowie Handwerker ansässig.

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Das 19. Jahrhundert im Rückblick

Weitere Veränderungen zeigten sich mit dem Umbau der Tuchmanufaktur in das Königstädter Theater. Veranlasst wurden diese Pläne zum Teil durch den Kaufmann Cerf. Bereits im Sommer 1851 schloss das Haus seine Türen wieder. Es folgte zu Beginn der 1870er Jahre die Zuschüttung vom einstigen Festungsgraben. Schließlich war die Errichtung der Berliner Stadtbahn geplant. In Verbindung mit dem Stadtbahnhof Alexanderplatz kam es im Jahr 1882 zur Eröffnung der Berliner Stadtbahn.

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Das 20. Jahrhunderts

Nach der Zerstörung des Alexanderplatzes und vieler Bauwerke in den Jahren 1940 bis 1945 folgten im Zeitraum bis 1964 die Enttrümmerung und der Wiederaufbau. Für den Zeitraum von 1964 bis 1989 gab es die Idee vom sozialistischen Platz. Belebt wurde der Platz durch Ereignisse wie die Weltjugendfestspiele oder die Feiern zum 25. Jahrestag der DDR. Anfang November 1989 fand im Rahmen der Geschichte der DDR eine Abschlusskundgebung statt. Die Teilnehmerzahl lag bei 500.000 bis 1.000.000 Million Menschen. Daher handelte es sich um die größte Demonstration eines Landes, in dem fünf Tage später die Berliner Mauer fiel.

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Der Alexanderplatz in heutiger Zeit

Noch immer handelt es sich um einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt. So kreuzen sich in dem Gebiet die Bundesstraßen 1, 2 und 5. Des Weiteren liegt, umgeben von Sehenswürdigkeiten und zahlreichen Möglichkeiten des Shoppings, der Bahnhof Berlin-Alexanderplatz. Dort halten die Regionalzüge der Linien RE1, RE2, RE7 und RB14. Am wichtigsten Berliner Umsteigebahnhof verkehren außerdem die S-Bahn-Linien S5, S7 und S75. Ferner halten am Wochenende die Fernverkehrszüge vom Harz-Berlin-Express am Alexanderplatz. Diese Züge verkehren auf der Strecke von Berlin nach Thale/Vienenburg über Magdeburg und Halberstadt.

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Neben der Funktion als Kreuzungspunkt für die U-Bahn-Linien U2, U5 und U8 befinden sich dort die Haltestellen von der Berliner Straßenbahn. Dort halten die Linien M2, M4, M5 und M6. Abgerundet wird das Bild vom zentralen Verkehrsknotenpunkt durch die Buslinien M48, 100, 200, 248 und der Flughafenlinie TXL. Damit die Gäste des Berliner Nachtlebens in der Nacht nach Hause kommen, verkehren dort ferner die Nachtbuslinien N5, N8, N42 und N65.

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