Die Welterbestätten in Kolumbien

colombia-1153083_1920

Die im nördlichen Südamerika gelegene Republik Kolumbien wird zum einen durch das karibische Meer und den Pazifik begrenzt. Geprägt ist die Umgebung des Landes zudem von den Grenzen zu Ecuador, Peru, Brasilien, Venezuela und Panama. Als Hauptstadt nimmt Bogota die Aufgabe wahr. Es handelt sich zugleich um das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum von Kolumbien.

Gekennzeichnet ist die naturräumliche Gliederung von fünf unterschiedlichen Großräumen. Dazu gehören die Anden, die überwiegend im Westen von Kolumbien zu erreichen sind. Im Bild sind die Anden von der westlichen, der zentralen und der östlichen Kordillere bestimmt. Zu den weiteren Großräumen zählen das karibische Küstentiefland, das pazifische Küstentiefland, Amazonien und Orinokien.

Seit dem Jahr 1979 nahm die UNESCO fünf Gebiete in die Liste der Biosphärenreservate auf. Darunter ist der Parque Nacional Natural El Tuparro zu finden. Des Weiteren nahm das Welterbe-Komitee eine Reihe von Gebieten in die Listen vom Welterbe auf:

Hafen, Befestigungen und Baudenkmäler der Kolonialzeit in Cartagena – 1984

An der Küste der Karibik in Kolumbien ist die Gemeinde Cartagena de Indias, die zugleich eine der schönsten Kolonialstädte von Südamerika ist, zu erreichen. An dieser Stelle befindet sich die Bahia de Cartagena mit dem Zugang zum Meer. Zum weiteren Gebiet der Gemeinde gehört die Isla de Tierra Bomba. Auch ist das vor der Küste befindliche San Bernado-Archipel ein Teil der Region. 

Nationalpark Los Katios – 1994

Zwischenzeitlich kam es aufgrund der längeren Abholzung zur Führung des Parks auf der Liste des gefährdeten Welterbes. Inzwischen fand eine Reihe von Verbesserungen statt, sodass die Streichung des status des gefährdeten Welterbe folgte. Der Nationalpark kann eine Größe von 720 Quadratkilometer vorweisen. Gekennzeichnet ist der Park zu einem überwiegenden Teil von der Flusslandschaft des Atrato sowie der Berglandschaft der Serrania del Darien. 

Historisches Zentrum von Santa Cruz de Mompox – 1995

Bei Santa Cruz de Mompos handelt es sich um eine Gemeinde, die am Unterlauf vom Rio Magdalena liegt. Ihre Bekanntheit hat die Stadt auch die Goldschmiedearbeiten erhalten. In der zum Welterbe ernannten Altstadt befindet sich die Iglesia Santa Barbara sowie die Kathedrale La Concepcion. Beheimatet sind in der Stadt die Sängerin und Musikerin Toto la Mompoisina sowie ihre Musiker. 

Archäologischer Park Tierradentro – 1995

So einfach zugänglich ist die Region Tierradentro nicht, die in den kolumbianischen Zentralkordilleren liegt. Es handelt sich dabei um das Siedlungsgebiet der Paez-Indiianer. Deren Lebensunterhalt wird durch die Landwirtschaft gesichert. Im Mittelpunkt steht das Nachbartal von Inza – San Andres de Pisimbala. Dabei handelt es sich um eine archäologische Fundstätte von hoher Bedeutung. 

Archäologischer Park San Agustín – 1995

Im Mittelpunkt steht dabei die San-Augustin-Kultur, die nach dem Fundort im Süden von Kolumbien benannt wurde. Der Zeitraum dieser Kultur reicht vom 33. Jahrhundert vor Chr. bis in das 16. Jahrhundert. Das 7. Jahrhundert vor Chr. brachte eine Weiterentwicklung mit sich. Deutlich wird dies an der Bildhauerei, der Goldschmiedekunst, Keramik und Ackerbau. Das wesentliche Merkmal sind die monolithischen Stein- und Felsskulpturen. 

Naturreservat Malpelo – 2006

Die Insel stellt gleichzeitig ein Naturreservat dar. Gegeben ist eine Lage im Pazifik im östlichen Bereich. Bei der Insel handelt es sich um eine derjenigen, die am häufigsten von Tauchern und Wissenschaftlern aufgesucht werden. Allerdings ist es erforderlich, im Besitz einer Genehmigung zu sein, die vom Ministerium für Ökologie ausgestellt wurde. Für den Erhalt der Insel wird auf eine strenge Überwachung gesetzt. 

Kaffee-Kulturlandschaft – 2011

Landestypisch ist von Eje Cafetero oder Triangulo del Cafe die Rede. Diese Region befindet sich in der Region der Anden im Zentrum des Andenteils, der in Kolumbien existiert. Diese immergrüne Landschaft wird von Kaffeeplantagen durchzogen und besteht aus drei Departamentos. Laut der UNESCO handelt es sich bei der Region um das Herz von Kolumbien. Dort befinden sich ferner Wachspalmen, die eine Höhe von 60 Metern erreichen. 

Qhapaq Ñan – Inka-Hauptstraßen in den Anden – 2014

Diese Straße ist auch als Große Inkastraße sowie als Königsstraße bekannt. Sie stellt einen Teil vom Straßensystem der Inkas dar. Bei der Straße kann ein Vergleich mit der asiatischen Seidenstraße erfolgen. Mit der Verleihung vom Status des Welterbes erfolgt auch eine Würdigung der Leistungen der Ingenieure. Durch die Straße kommt es zu einer Verbindung von 15 Ökosystemen, die zu insgesamt 100 Ökosystemen gehören. 

Nationalpark Chiribiquete – Die Heimat des Jaguars – 2018

Bei diesem Nationalpark führt die Reise nach Kolumbien in die Nähe des Äquators. Gesprochen wird bei dem Park vom Parque Natural Chiribiquete. Der Park besitzt eine Fläche von 42.681 km², womit der Park die Größe der Niederlande übertrifft. Weltweit handelt es sich um den größten Tropennationalpark. Spuren im Hinblick auf die Geschichte der Besiedlung lassen sich bis ins Pleistozän zurückführen. 

Der Blick auf die Welterbestätten

http://deutsches-welterbe.de/die-unesco/welterbestaetten-in-167-laendern/

Copyright by Marina Teuscher 2016 – 2030