Galerie Lafayette

Deutschland und Frankreich haben einige Gemeinsamkeiten wie sich an der Galeries Lafayette zeigt. Wer mit der Bahn an die französische Nordsee fahren will, begibt sich nach Ankunft in Paris mitunter zu Fuß nach St. Lazare. Dabei führt der Weg in der Nähe des Kaufhauses Galeries Lafayette entlang. Es handelt sich in dem Fall um das Stammhaus, das zugleich eines der ältesten Kaufhäuser von Frankreich darstellt. Einer der schätzenswerten Gründe des Kaufhauses stellt die Jugendstilarchitektur dar.

Der Einblick in die Geschichte

Alles begann im Jahr 1893 mit der Eröffnung von einem Wäschemodegeschäft, welches eine Ladenfläche von 70 Quadratmetern besaß. Erfolgt ist die Gründung durch Alphonse Kahn und seinen Cousin Theophile Bader. Beim Standort handelte es sich um die Rue La Fayette Nr. 1. Nur ein Jahr später kam es zur Umbenennung der Straße in Aux Galeries Lafayette. Einen weiteren großen Schritt machte das Unternehmen mit dem Erwerb des kompletten Gebäudes in der Rue La Fayette Nr. 1. Es dauerte nicht lange, bis das Modegeschäft vergessen war. Dann stand an dieser Stelle ein Kaufhaus mit fünf Etagen, welches eine Fläche von 265 Quadratmeter besaß. Allerdings folgten abwechslungsreiche Jahre und manche Neueröffnung einer Filiale wie in Nizza oder London. In den folgenden Jahren ging die Entwicklung weiter. Nachdem in den Nachkriegsjahren nur ein eingeschränktes Sortiment erhältlich war, begann das normale Leben ab den 1950-er Jahren. Zudem expandierte das Unternehmen weiter und eröffnete weitere Filialen in Frankreich. Mittlerweile besitzt das Gebäude eine Größe von 68.000 Quadratmeter. Damit stellt das Haus gleichzeitig eines der zwölf bedeutungsvollsten Pariser Kaufhäuser dar. Auf der anderen Seite stellt das das Haus das größte Kaufhaus in der westlichen Welt dar. Ein weiteres berühmtes Kaufhaus befindet sich mit Printemps am Boulevard Haussmann. Neben einem Haus in Berlin besitzt das Unternehmen weitere Filialen in Jakarta, Casablanca und Dubai.

Die Galeries Lafayette in Berlin

In der französischen Hauptstadt Paris entschlossen sich die Eigner der Gruppe zu Eröffnung einer Filiale in der deutschen Hauptstadt Berlin. Bekannt ist das vom französischen Architekten Jean Nouvel gestaltete Gebäude zugleich als Quartier 207. Mit Blick auf die 1990er Jahre handelt es sich um einen der wichtigsten Bauten. Als im Jahr 1996 zur Eröffnung der Galeries Lafayette Berlin kam, war das französische Mutterhaus eines der ersten Unternehmen, die sich auf den früheren Ostteil von Berlin konzentrierten. Das Warenhaus zeichnet sich durch eine Fläche von 8000 Quadratmeter aus. Das Angebot von gehobenen Waren verteilt sich auf fünf Etagen. Teilweise kann der Besuch von öffentlichen Modeschauen kommen.

Wer die französische Lebensart mag, kann sie ebenfalls in Berlin jeden Tag neu erleben.

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