Die Welterbestätten in Bulgarien

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Im Südosten Europas liegt die Republik Bulgarien mit ihrer Hauptstadt Sofia. Dabei ist das Land östlich auf der Balkanhalbinsel zu erreichen. Auf natürliche Weise wird Bulgarien im Osten vom Schwarzen Meer begrenzt. Gekennzeichnet ist das Land zu zwei Dritteln von Tiefebenen, wobei wiederum die Donau und die Manza sowie zahlreiche Nebenflüsse im Vordergrund stehen. Zwischen den Besuchen bei den Sehenswürdigkeiten laden zahlreiche Restaurants in Bulgarien zum Verweilen ein. Dort reichen Ihnen die Inhaber Gerichte wie den Schopska-Salat oder den Thrakijska-Salat. Als weitere kulinarische Spezialitäten gelten Grillspeisen und Gerichte wie das Kawarma. Als beliebte Speise gelten außerdem das Bohnenkrat Tschubriza sowie Ljuteniza.

Sehenswerte Facetten

Viel zu entdecken gibt es in Varna, Nessebar und Veliko Tarnovo. Interessante Einblicke bieten Bansko und Plovdiv. Unter den Sehenswürdigkeiten ist das Rilakloster zu finden, das als Wahrzeichen bekannt ist. 

Die Welterbestätten

Innerhalb eines Zeitraumes von nur sechs Jahren erfolgte die Aufnahme dieser Stätten in die Listen des Welterbes:

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Kirche von Bojana (Sofia) – 1979

Diese Kirche befindet sich im gleichnamigen Stadtbezirk in der bulgarischen Hauptstadt. Gekennzeichnet ist die bulgarisch-orthodoxe Kirche vom mittelalterlichen Stil. Es handelt sich um eines von 100 nationalen touristischen Sehenswürdigkeiten, die somit von hoher Bedeutung sind. Für das Bauwerk sind Bauphasen im 10., 13. und 19. Jahrhundert zu verzeichnen. Die Fresken aus dem 13. Jahrhundert verleihen der Kirche ihren hohen Bekanntheitsgrad. 

Felsenrelief des Reiters von Madara – 1979

Es handelt sich um ein monumentales Felsrelief, das aus dem frühen Mittelalter stammt. Zu entdecken ist dieses nahe beim bulgarischen Dorf Madara. Einst gehörte das Relief zur Hauptkultstätte vom ersten bulgarischen Reich. Die Spuren lassen sich bis in die Anfangszeiten des 8. Jahrhunderts zurückverfolgen. Zu finden sind an dem Relief drei mittelgriechische Inschriften, die noch immer gut erhalten sind.

Felskirchen von Ivanovo – 1979

Es handelt sich um eine Gruppe von Klosterräumen, Kapellen und Orthodoxen Kirchen. Alle zusammen befinden sich als ehemaliges Kloster Iwanowo im Nordosten des Landes. Dies bedeutet wiederum, dass eine Erreichbarkeit im Osten vom Dorf Iwanowo gegeben ist. Begonnen hat die Geschichte dieser Welterbestätte bereits gegen Ende des 12. Jahrhunderts.

Thrakergrab von Kazanlak – 1979

Altstadt von Nessebar – 1983

Im südlichen Bereich an der bulgarischen Schwarzmeerküste ist die Stadt erreichbar. Der Ursprung der Stadt liegt in einer thrakischen Siedlung. Heute stellt die Altstadt ein Freilichtmuseum dar. Gleichzeitig ist die Rede von einem komplexen Denkmal der Kunst des Städtebaus. Zu entdecken sind ferner eine Reihe von bedeutenden Bauwerken. Außerdem gehört Nessebar zu den 100 nationalen touristischen Objekten. 

Biosphärenreservat Srebarna – 1983

Nationalpark Pirin – 1983; 2010 um ein Hochgebirgsgebiet erweitert

Kloster Rila – 1983

Thrakergrab von Sweschtari – 1985

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas – 2011

Bei dieser Weltnaturerbestätte handelt es sich um eine Reihe von Buchenwaldgebieten, die sich räumlich getrennt in den unterschiedlichsten Ländern befinden. Insgesamt umfasst die Fläche 92.093 Hektar. Ein Anteil von 30 Prozent befindet sich in der Ukraine. Überwiegend handelt es sich in Deutschland um naturnahe Altwälder. Für die Karpaten greift die Bezeichnung „echte Urwälder“. An dieser Welterbestätte sind die Länder Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien und die Ukraine beteiligt. In den Jahren 2011 und 2017 kam es zur Erweiterung der Welterbestätte sowie im Jahr 2017 zu einer Namensänderung. 

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Außerdem nahm die UNESCO bisher das folgende immaterielle Kulturerbe in die Liste auf:

Die „Bistritsa Babi“ (Großmütter von Bistritsa), altertümlicher polyphoner Gesang, Tänze und rituelle Praktiken – 2005/2008

Das Fest „Nestinarstvo“ (Nachrichten von der Vergangenheit) des Hl. Konstantin und der Hl. Helena in dem Dorf Bulgari – 2009

Die Tradition der Herstellung der Chiprovski-Teppiche – 2014

Das Surova-Volksfest in der Region Pernik – 2015

Der Blick auf die Welterbestätten

http://deutsches-welterbe.de/die-unesco/welterbestaetten-in-167-laendern/

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