Die Welterbestätten in der Tschechischen Republik

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In dem mitteleuropäischen Binnenstaat mit seiner aktiven Hauptstadt leben etwa 10,5 Millionen Einwohner. Im späteren 9. Jahrhundert ist der Staat entstanden, als es zur Vereinigung der Markgraftschaft Mähren mit dem Herzogtum Böhmen kam. Das Land präsentiert sich heute mit vielen weiteren Facetten und zeigt, welche Möglichkeiten der Weiterentwicklung es gibt. Schließlich hat sich gerade im Bereich des Wintersports viel getan, so dass das Land immer öfter in diesem Bereich auf sich aufmerksam macht. Die letzten Jahre haben – wie Skigebiete wie Spindleruv Mlyn zeigen – Snowparks in der Entwicklung gefördert. Ski- und Snowboardfans, die mehr als nur Welterbestätten und weitere Sehenswürdigkeiten wie das märchenhafte Schloss Hubloka entdecken möchten, ist ein Paradies entstanden. Führen kann der Besuch zu den Welterbestätten des Landes und nach Ostböhmen, wo Schloss Opocno zum Verweilen einlädt. Sehenswert ist Christophsgrund, wo sich eines der schönsten Eisenbahnviadukte des Landes befindet.

Geografische Gedanken

Malerische Landschaften bieten Winterwanderern und Langläufern eine gute Basis für Ausflüge. Deutlich wird dies an der Isergebirgsmagistrale, die sich bei der Stadt Liberec – die auch als Reichenberg bekannt ist – befindet. Bekannt ist die Stadt für ihre Altstadt, deren Bild von eindrucksvollen Gebäuden wie dem Rathaus gekennzeichnet ist. Zu den weiteren Landschaften gehören Mittel- und Südböhmen. 

Das Welterbe

Nach der Zeit der Tschechoslowakei ist nunmehr die Rede von der Tschechischen Republik. Diese zeichnet sich mehrere historische Feiertage aus, die inzwischen staatliche Feiertage sind. Teilweise handelt es sich nicht um arbeitsfreie Tage. Das bedeutet, dass an diesen Tagen auch an den vielen Sehenswürdigkeiten stets Betriebs sein wird. In diesem Zusammenhang kann es Besucher zu den Stätten führen, die die UNESCO in den vergangenen Jahren bereits in die Listen des Welterbes aufnahm:

Historisches Zentrum von Prag – 1992

Die Hauptstadt des Landes ist zugleich im Hinblick auf die Bevölkerung die größte Stadt des Landes, innerhalb Tschechiens handelt es sich um eine von 14 Regionen, die gleichzeitig die historische Hauptstadt von Böhmen ist. Zugleich wird von Prag als von der „Goldenen Stadt“ gesprochen. Gekennzeichnet ist das geschlossene Stadtbild von dem Barock und der Gotik. 

Historisches Zentrum von Cesky Krumlov (Böhmisch Krumau) – 1992

Die Rede ist oft auch von Krumau an der Moldau, die sich einesteils durch die historische Altstadt als Welterbestätte auszeichnet. Ferner lädt die Stadt mit Sehenswürdigkeiten wie dem Stadttheater und dem Freilichttheater mit seiner drehbaren Zuschauertribüne zu Besuchen ein. Sehenswert sind ebenfalls das Wachsfigurenmuseum sowie das Moldavit-Museum. Das dort befindliche historische Schloss stellt das zweitgrößte tschechische Bauwerk dieser Art dar.

Historisches Zentrum von Telc (Teltsch) – 1992

In der Böhmisch-Mährischen Höhe ist die mährische Stadt erreichbar, deren Gründung einst durch Otto II. erfolgte. Es liegt eine Gliederung in die Stadtteile Studnice, Telc-Podoli, Telc-Stare Mesto, Telc-Stepnice und Telc-Vnitrni Mesto vor. Bekannt ist die Stadt für ihren Marktplatz, der als einer der schönsten in Europa gilt. Zu den weiteren sehenswerten Facetten gehören das Teltscher Haus und die Stadtbefestigung. 

Wallfahrtskirche Hl. Johannes Nepomuk von Zelena Hora (Grüneberg) – 1994

Zu erreichen ist die Wallfahrtskirche nahe bei Zdar nad Sazavou. Bekannt ist dieses als nationales Kulturdenkmal. An dem Bauwerk sind gotische und barocke Stilelemente zu entdecken. Somit kam es zur Entstehung eines Baustils, für den es keine Analogie innerhalb Europas gibt. Bei der Entwicklung der Anlage hat die Kirche ihren Platz im Zentrum gefunden. 

Historisches Zentrum von Kutná Hora (Kuttenberg) und Marienkirche von Sedlec (Sedletz) – 1995

Kulturlandschaft von Lednice (Eisgrub)-Valtice (Feldsberg) – 1996

Umgeben ist die Kulturlandschaft von der Südmährischen Region. In Bezug auf die Herrschaften Lundenburg, Eisgrub und Feldsberg besteht zu großen Teilen Deckungsgleichheit. Einst gehörten diese drei dem Haus Liechtenstein an. Heute sind noch immer Bauwerke wie der Apollo-Tempel zu sehen. Eine erste Erklärung zur Denkmalzone für dieses Gebiet erfolgte im Jahr 1992. 

Historisches Dorf Holasovice – 1998

In diesem Fall handelt es sich um einen Ortsteil der tschechischen Gemeinde Jankov. Dieses Dorf besteht aus Höfen, die vom südböhmischen Bauernbarock gekennzeichnet sind. Erreichbar ist dieses Dorf in einer Entfernung von 15 Kilometer von Budweis sowie in der Nähe vom Blansky Les. Zu Ausflügen bieten sich in der Nähe gelegene Orte wie Tesa und Benada an. 

Schloss und Park Kromeríz (Kremsier)1998

Zu dieser Welterbestätte gehören das Schloss, der Schlosspark und der Blumengarten. Alles befindet sich in der Stadt, die den gleichen Namen trägt. Im Besitz der Erzbischöfe von Olmütz befand sich das Schloss bis zum Jahr 1949. Das Schloss ohne Interieur und Gemäldegalerie gehört mittlerweile dem Tschechischen Staat. 

Schloss Lytomyšl (Leitomischl) – 1999

Im Okres Switavy ist dieses Schloss zu erreichen. Es handelt sich im Hinblick auf die Renaissance um eines der bedeutendsten Denkmäler in Tschechien. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass das Schloss an so einer Stelle entstand, an der sich einst eine slawische Burgstätte befand. Einen der Höhepunkte stellen  die rekonstruierten Wohnräume innerhalb des Schlosses dar. 

Dreifaltigkeitssäule in Olomouc (Olmütz) – 2000

Auch, wenn die Wissenschaft beziehungsweise die Forschung weit fortgeschritten sind, so gibt es doch immer noch Krankheiten, die mitunter nicht so einfach sind, wie es manchmal den Anschein haben mag. Manche Krankheiten lassen sich in der heutigen Zeit besser behandeln, was allerdings nicht für den Zeitraum vom 18. Jahrhundert gilt. Zur damaligen Zeit war die Pest erloschen, sodass aus Dank die Dreifaltigkeitssäule in den Jahren 1716 bis 1754 errichtet. Gekennzeichnet ist das architektonische Bild von überlebensgroßen Heiligenfiguren. 

Haus Tugendhat in Brno (Brünn) – 2001

Jüdisches Viertel und Basilika St. Prokop in Trebic (Trebitsch) – 2003

Montanregion Erzgebirge/Krusnohori – 2019

Dabei handelt es sich um eine im Erzgebirge gelegene Bergbaulandschaft. Diese Welterbestätte liegt zum einen im sächsischen Teil von Deutschland und auch im Tschechischen Böhmen. Zum einen sind dort technische Denkmäler zu finden, die noch original erhalten sind. Des Weiteren gibt es in der Region viele Einzeldenkmäler sowie Sachgesamtheiten, die mit dem Montanwesen zusammenhängen.

Landschaft für die Zucht und Dressur von zeremoniellen Wagenpferden in Kladruby nad Labem – 2019 

Der Blick auf die Welterbestätten

http://deutsches-welterbe.de/die-unesco/welterbestaetten-in-167-laendern/

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