Die Welterbestätten in Portugal

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Zu den traumhaften Reisezielen gehören in Portugal die Algarve sowie die Inselgruppen Azoren und Madeira. Portugal ist als Land bekannt, dass in Europa die ältesten Staatsgrenzen besitzt. Außer der Azoreninsel Santa Maria besitzen alle weiteren Inseln einen vulkanischen Ursprung – so auch die Insel Faial. Dort befindet sich das Museum für Vulkanologie. Eine beeindruckende Küstenlinie, Kraterseen mit glasklarem Einblick und Vulkanlandschaften verleihen dem Land eine besondere Magie. Das Festland zeichnet sich im Süden und im Westen durch eine Begrenzung des Atlantiks aus. Der Westen zeichnet sich durch eine weitere Besonderheit aus. Dort befindet sich die Landzunge Cabo da Roca, die von einem wilden und schroffen Charme gekennzeichnet ist. Bekannt ist diese Region als westlichster Punkt des Festlandes.

Sehenswert ist natürlich die portugiesische Hauptstadt Lissabon, wo zu den Sehenswürdigkeiten eine besondere Brücke gehört. Bei dem Lissabonner Bauwerk „Ponte 25 de Abril“ kommt es manchmal zu einem Vergleich mit der Golden Gate Bridge. In Zusammenhang mit Lissabon kommt die Rede oft auch auf die sieben Hügel, die in der Geschichte der Stadt von Bedeutung sind. Zu einem Besuch lädt außerdem mit Porto die heimliche Hauptstadt des Landes ein.

Geprägt ist das Bild der Inselgruppe Madeira von der subtropischen oder tropischen Vegetation. Mit dem Ponto do Pico ist der höchste Berg auf den Azoren zu erreichen. Zudem zieht ein malerisches Douro Tal die Gäste in seinen Bann. Bekannt ist das Land daher nicht ohne Grund als ein Gebiet mit großen Kontrasten.

Für den Norden und den Osten ist die Grenze zu Spanien maßgebend. Innerhalb des Landes gibt es drei Volksheilige, bei denen es sich um Petrus, Antonius und Johannes handelt. Zu deren Ehren finden im Juni eine Vielzahl von Festlichkeiten statt. Doch hat das Land noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten wie manche Häuser, die sich durch bunte Fliesen auszeichnen. Deutlich wird das auch an den Azoren mit Sao Miguel, die zu Portugal gehören. Bezogen auf die Landschaft kommt es bei Sao Miguel zu einer Prägung der Landschaft durch zwei Bergketten. Im Bild sind schroffe Felsen, dichter Dschungel, heiße Quellen sowie Vulkansee zu erkennen. Ein Besuch vor Ort bringt Gäste der ältesten europäischen Teeplantage näher. Vor Sao Miguel befindet sich die Insel Ilheu de Vila Franca de Campo. Ein einziger Vulkanschlot kennzeichnet das Bild der Insel. 

Zeitunterschied: Portugal MEZ 1,5 Stunden – Madeira MEZ 1 Stunde

Das Welterbe

Dazu gehören die Stätten des Welterbes, die sich derzeit in den Listen des Welterbes befinden. Dazu gehören

Stadtzentrum von Angra do Heroísmo auf der Azoren-Insel Terceira – 1983

Hieronymuskloster und Turm von Belém in Lissabon – 1983

Es handelt sich um ein im Lissabonner Stadtteil Belem befindliches Kloster. Dazu gehört die Kirche Santa Maria de Belem, die Maria geweiht ist. In Bezug auf die Manuelinik stellt das Mostero de Belem einen der wichtigsten Bauten dar. Hinter der Manuelinik versteckt sich die Spätgotik, wie sie in Portugal gepflegt wird. Darin enthaltenen sind Spuren der Renaissance. 

Kloster Batalha1983

Bekannt ist diese Welterbestätte als Mosteiro da Batalha. Es handelt sich dabei um ein aus dem 14. – 16. Jahrhundert stammendes Dominikanerkloster. Besonders beeindruckend wirkt die Fassade des Klosters. Doch auch der Kreuzgang verdeutlicht die Gründe, weshalb es zur Aufnahme ins Welterbe kam. Ein Brunnenhaus bietet Einblicke in frühere Tage.

Christuskloster in Tomar – 1983

Im deutschen ist die Rede vom Christuskloster. Genauer handelte es sich um eine frühere Wehr-Klosteranlage, zu deren Gründung es im Jahr 1162 kam. Auch in der heutigen Zeit stellt die frühbere Rundkirche den Mittelpunkt dar. Die Klosterkirche zeichnet sich durch eine doppelte Funktion aus. Schließlich handelt es sich um einen Wehr- und Sakralbau aus. Zu erkennen sind Spuren vom Erbe der Tempelritter.

Historisches Zentrum von Evora – 1986

Bei Evora handelt es sich um die Hauptstadt vom gleichnamigen Distrikt. Gleichzeitig befindet sich dort der Sitz einer staatlichen Universität sowie der Sitz vom Erzbistum Evora. Sehenswert sind das Aquädukt „Aqueduto de Ägua de Prata“ sowie die Kathedrale von Evora. Der dort befindliche Diana-Tempel führt ebenfalls in die römische Zeit zurück. 

Kloster Alcobaça – 1989

Es handelt sich dabei um ein ehemaliges Zisterzienserkloster und zugleich um eine der größten Klosteranlagen in Portugal. Zu erreichen ist die Klosteranlage Alcobaca in der historischen Provinz Estremadura. Bis zur portugiesischen Hauptstadt Lissabon beträgt die Distanz 100 Kilometer. Innerhalb des Klosters gelangte eine der größten Bibliotheken noch im Jahr 1755 zur Fertigstellung. Zu verdanken ist dies den Chronistas de Alcobaca. 

Kulturlandschaft Sintra – 1995

Bis zur Landeshaupt Lissabon beträgt die Entfernung von Sintra, das zum gleichnamigen Municipio gehört, ungefähr 25 Kilometer. Es sind die jahrhundertealten Paläste, die den Bekanntheitsgrad der Stadt weltweit gesteigert haben. Unter den Sehenswürdigkeiten ist der Palacio Nacional de Sintra zu finden. Reizvoll wirkt ein Besuch beim Palacio Nacional da Pena und dem Palacio de Monserrate. 

Historisches Zentrum von Porto – 1996

Die zweitgrößte portugiesische Stadt zeichnet sich durch eine Lage an der Küste des Atlantiks aus. Es handelt sich um die Hauptstadt vom gleichnamigen Distrikt. Existiert hat die Stadt schon zu den Zeiten, als die römische Besatzung das Leben geprägt hat. In der heutigen Zeit war die Stadt namensgebend für das beliebte Getränk, den Portwein. Bekannt ist Porto auch als Barockstadt, da es dort viele barocke Kirchen gibt. 

Prähistorische Felsritzungen im Tal von Côa (Portugal) und in Siega Verde (Spanien) – 1998; 2010 erweitert

Lorbeerwald „Laurisilva“ von Madeira – 1999

Dieses Schutzgebiet ist dem Waldtypus Laurisilva gewidnet und befindet sich auf der Insel Madeira. Bei dieser Fläche handelt es sich um einen Lorbeerwald, indem sich subtropische Pflanzen befinden. Bezogen auf die Inselfläche beträgt der Anteil des Waldes etwa ungefähr 20 Prozent. Gekennzeichnet ist der Wald aufgrund des Nebelniederschlages von einer höheren Feuchtigkeit. 

Weinregion Alto Douro – 2001

Bekannt ist das im Norden von Portugal gelegene Alto Douro weltweit als älteste Weinbauregion, deren Bezeichnung geschützt ist. Gegeben ist ferner eine Lage am Fluss Douro. Zu den wichtigen Orten in der Region gehören Lamego und Vila Real. Besonders wichtig ist Peso da Regua, da es sich um den Hauptort des Weinbaugebietes, das eine Größe von ungefähr 26.000 Hektar besitzt. 

Historisches Zentrum von Guimarães – 2001

Das Jahr 2012 brachte für Guimaraes besondere Ehren mit sich. In Verbindung mit Maribor trug die Stadt den Titel „Kulturhauptstadt Europas“. Zu erreichen ist die Stadt im Norden des Landes und dabei genauer im Distrikt Braga. Es heißt, dass dort mit Alfons der erste König von Portugal geboren wurde. Dadurch wird von der Stadt, einst erste Landeshauptstadt, als Wiege der Nation gesprochen. 

Weinbaukultur der Insel Pico – 2004

Garnisonsstadt Elvas und ihre Befestigungsanlage – 2012

Universität Coimbra – 2013

Das Heiligtum des Bom Jesus do Monte in Brage – 2019

Königlicher Gebäudekomplex von Mafra – Palast, Basilika, Kloster, Cerco-Garten und Jagdrevier – Tapada – 2019

Der Blick auf die Welterbestätten

http://deutsches-welterbe.de/die-unesco/welterbestaetten-in-167-laendern/

Geschrieben und Copyright by Marina Teuscher 2015 – 2030