Die Welterbestätten von Ungarn

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Der mitteleuropäische Binnenstart Ungarn lädt im Pannonischen Becken zu einem Besuch ein. Umgeben wird das Land von Staaten wie Slowenien, Kroatien, Serbien, Rumänien, der Slowakei und Österreich. Ungarn zeichnet sich durch eine Außengrenze mit einer Länge von 2009 Kilometern aus. Geprägt wird das Land von Mittelgebirgen, die einen Verlauf vom Zemplen-Gebirge in Richtung des Bakonywaldes vorweisen. Gäste lernen auf einer Reise die Puszta mit ihrer einzigartigen Weite sowie viele faszinierende Orte kennen, die teilweise am Plattensee liegen. Zu den sehenswerten Schätzen gehört außerdem die Burg Szigliget, die nach längeren Umbauarbeiten – die noch etwas andauern – langsam wieder öffentlicher wird.

Eine hohe Bedeutung innerhalb des Landes kommt dem Balaton zu. Am Nordufer des Balaton befinden sich die berühmten Zeugenberge. 

Das Welterbe

Inmitten dieser vielfältigen Landschaft hat die UNESCO seit dem Jahr 1987 die folgenden Stätten ins Welterbe aufgenommen:

Burgviertel Buda und Uferzone der Donau in Budapest – 1987; 2002 erweitert

Bekannt ist Budapest als größte ungarische Stadt und zugleich als Hauptstadt des Landes. Außerdem handelt es sich in der europäischen Union um die zehntgrößte Stadt. Zu finden ist Budapest ferner unter den zwanzig Städten, die besonders häufig von Touristen besucht werden. Im Jahr 2002 wurde die bereits vorhandene Welterbestätte durch die Aufnahme der Földalatti erweitert. In dem Fall handelt es sich um die älteste U-Bahnstrecke des europäischen Kontinentes. 

Traditionelles Dorf Hollokö (Rabenstein) – 1987

Die Gemeinde ist innerhalb des Komitats Nograd in Nordungarn zu erreichen. Seinen Namen verdankt der Ort einer Legende. Tagsüber bauten die Menschen einigesx, was Raben jedoch in der Nacht alles abholten. Zu erleben ist in der Region um die Osterzeit eine alte ungarische Tradition. 

Aggteleker Höhlen und Slowakischer Karst – 1995; 2000 erweitert

Bei dieser Welterbestätte geht es um zwei Nationalparks. Einmal steht ein Park in Ungarn im Mittelpunkt. Im ungarischen Aggtelek-Nationalpark ist eine große Vielfalt von Tropfsteingebilden sowie Steinformationen zu sehen. Verschiedene Karstformationen, Schlünde, Schluchte sowie Höhlen und Felsenformationen sind im slowakischen Nationalpark zu sehen. Einige Höhlen gehören wie Teile vom ungarischen Nationalpark zum Welterbe bei der UNESCO. 

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Benediktinerabtei Pannonhalma – 1996

Innerhalb der Stadt befindet sich der Martinsberg, auf dem das Benediktinerkloster in Form der Erzabtei Martinsberg befindet. Im Süden von Györ, der Provinzhauptstadt, ist Pannonhalma zu erreichen. Diese beiden Orte sind über Eisenbahn und Straßen miteinander verbunden. Städtepartnerschaften pflegen die ungarischen Bewohner mit der deutschen Stadt Engen sowie mit der slowakischen Stadt Doine Saliby. 

Nationalpark Hortobágy – die „Puszta“ – 1999

Es handelt sich um den ersten Nationalpark von Ungarn, der zugleich den größten zusammenhängenden seiner Art darstellt. Nach einer Erweiterung auf 82.000 Hektar kam es hinsichtlich des Kerns mit 32.037 Hektar zur Erklärung als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung. Der Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat folgte Jahre später die Aufnahme in das UNESCO-Welterbe.

Frühchristlicher Friedhof von Pécs (Fünfkirchen) – 2000

Einst befand sich in dieser Region die antike Stadt Sopianae. Heute ist von Pecs die Rede. Damals gab es die Nekropole von Sopianae, deren Bestandteil diese Welterbestätte ist. Inzwischen liegt jedoch für diese Nekropole eine Überbauung vor. Doch es gibt immer noch Orte, an denen ein Einblick in die Geschichte möglich ist. 

Kulturlandschaft Neusiedler See (ungarisch: Fertö-tó) – 2001

Innerhalb Europas gibt es nur wenige Steppenseen wie den Neusiedler See. Bei diesem See handelt es sich in Mitteleuropa um den größten abflusslosen See. Der größtere Teil der Fläche liegt auf österreichischem Boden. Ein geringerer Anteil liegt in Ungarn. Zu den Facetten, die den See auszeichnen, gehören das milde und doch windige Klima. Eine interessante Seite erhält der See durch den Schilfgürtel.

Kulturlandschaft Tokajer Weinregion – 2002

In diesem Fall handelt es sich um ein bestimmtes Gebiet, genauer gesagt um Tokaj-Hegyalja. Zu erreichen ist diese Region im Norden der Stadt Tokaj. Gleichzeitig handelt es sich um ein Gebiet, das sich dem Tokajer Weinanbau widmet. Innerhalb dieser Region befinden sich 28 Weinbaugemeinden. Auf einer Fläche von 5800 Hektar reifen ausschließlich weiße Trauben. 

Inzwischen nahm die UNESCO folgende Bräuche in die Liste des immateriellen Welterbes auf:

2009 – Das Busó-Karnevalsfest in Mohacs

2012 – Die Volkskunst der Matyó, Stickerei einer traditionellen Gemeinschaft

2012 – Die Falknerei

Der Blick auf die Welterbestätten

http://deutsches-welterbe.de/die-unesco/welterbestaetten-in-167-laendern/

Geschrieben und Copyright by Marina Teuscher 2015 – 2030