Die Welterbestätten in Montenegro

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In Südosteuropa an der Adriaküste liegt die Republik Montenegro. Seine Unabhängigkeit erhielt der Staat am 3. Juni 2006. Allerdings gehört Montenegro zu den kleineren Ländern in Europa. Auf einer Fläche von 13.812 Quadratkilometern leben derzeit 625.000 Einwohner. Sie leben in einem waldreichen Gebirgsland, welches zum Dinarischen Gebirge gehört. Zu finden sind in diesem Gebiet mediterrane Hartlaubwälder wie Steineiche und die mazedonische Eiche. Außerdem treffen Urlauber dort Bäude wie die rumelische Kiefer, Tannen- und Fichtenwälder und den griechischen Ahorn an. Natürlich kann die Anreise mit dem Flugzeug erfolgen. Als Zielflughäfen bieten sich Podgorica oder Tivat an. Eine weitere Anreisemöglichkeit bietet sich über das kroatische Dubrovnik an. 

Geografische Gedanken

Bezogen auf die Einwohnerzahl ist Montenegro im Gegensatz zu den europäischen Staaten von einer eher dünnen Besiedlung auszugehen. Gleichzeitig handelt es sich um ein Gebirgsland, das sich durch einen hohen Waldreichtum auszeichnet. Zu erreichen ist dieses Gebiet innerhalb des Dinarischen Gebirges im südöstlichen Teil. Steile abweisende Canyons zerteilen die Hochgebirge, die unzugänglich sind. Innerhalb dieser Region befindet sich die als tiefste Schlucht von Europa bekannte Tara-Schlucht. Überhaupt liegt für das Land eine Gliederung in drei große Landschaftsräume vor. Es sind die Steilküste am Mittelmeer sowie das nordmontenegrinische Hochgebirgsland und das wasserlose sowie das karge Karsthochplateau von Altmontenegro.

Sehenswerte Facetten

Als sehenswerte Ziele zum Reisen bieten sich die Altstadt von Herceg Novi, die Altstadt von Budva sowie die Stadt Petrovac an. Möglich sind Schiffsfahrten zu den Inseln Sveti Stefan und Sveti Nikola. Ausflüge können Gäste in die montenegrische Bergwelt führen. Sehenswert sind die Bucht von Kotor sowie der Fjord von Kotor. Zu einem Besuch lädt ferner die Klosterinsel Maria vom Felsen (Gospa od Skrpjela) ein. Einstmals nahm die Stadt Cetinje die Hauptstadtfunktion wahr.  

Das Welterbe

Außerdem hat die UNESCO folgende Regionen in die Listen des Welterbes aufgenommen:

Bucht und Region von Kotor – 1979

Gelegen ist die Bucht mit ihrem fjordartigen Aussehen im südöstlichen Bereich der Adria, wo Dalmatien und Montenegro erreichbar sind. Verbunden sind die Einzelbecken über vier Engstrecken. Erreichbar sind in dieser REgion die Halbinseln Lustica und Previaka. In den Gewässern sind regelmäßig Delfine zu beobachten. Aufgrund ihrer Gestalt bietet die Bucht Schutz vor orkanartigen Winterstürmen. 

Nationalpark Durmitor – 1980, 2005 erweitert

Nördlich in Montenegro ist dieses Bergmassiv zu erreichen. Es liegt eine Zugehörigkeit zum Gebirgszug der Dinariden vor. Umschlossen wird das Durmitor-Bergmassiv vom Durmitor-Nationalpark. Innerhalb dieses Massivs stellt der Bobotov Kuk mit 2.522 Metern den höchsten Gipfel dar. Eine Höhe von mehr als 2.000 Metern erreichen sogar 48 Gipfel. 

Stecci – mittelalterliche Grabsteine – 2016

Es handelt sich um Steine aus dem Mittelalter, von denen bisher mehr als 58.000 bekannt sind. Zu finden sind diese Steine in Regionen von Montenegro, Dalmatien, Serbien sowie Bosnien und Herzegowina. Bei 6.000 Exemplaren liegt eine Verzierung mit Flachreliefs vor. Einige dieser Steine zeichnen sich zusätzlich durch eine Inschrift aus. Zudem besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich auf einigen Steinen die Motive von Ritualen befinden. Beteiligt an dieser Welterbestätte sind neben Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien. 

Venezianisches Verteidigungssystem des 15. bis 17. Jahrhunderts – 2017

Bei dieser Welterbestätte ist auch von einer transnationalen Welterbestätte die Rede. Schließlich geht es um sechs Festungen und Verteidigungsbauten in Montenegro, Kroatien und Italien. Genauer ist bei der UNESCO die Rede vom venezianischen Verteidigungssystem des 16. bis 17. Jahrhunderts – Stato da Terra – westlicher Stato da Mar. Gesprochen wird bei diesen Bauwerken auch von Zeugen der Zeit im Hinblick auf die Republik Venedig. Dienen sollten diese Befestigungen dem Schutz des Herrschaftsgebietes, damit andere europäische Mächte keinen Zugriff haben konnten. 

Der Blick auf die Welterbestätten

http://deutsches-welterbe.de/die-unesco/welterbestaetten-in-167-laendern/

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