Die Welterbestätten in Rheinland-Pfalz

Wer nach Rheinland-Pfalz reist, kann sich in der Regel auf eine Reise durch die Zeit begeben. Schließlich stammen die Sehenswürdigkeiten aus den unterschiedlichsten Jahrhunderten. Dazu gehören die Loreley, Bingen mit dem Mäuseturm und der Mainzer Dom. Allerdings ist leider nicht die ganze Welt in Rheinland-Pfalz in Ordnung. Jedoch hat sich nach dieser Juli-Nacht dank tatkräftiger Hilfe einiges getan.

Wie jedes der Bundesländer zeichnet sich auch Rheinland-Pfalz durch Welterbestätten aus. Insgesamt werden weltweit jährlich durch das Welterbekomitee Stätten in den unterschiedlichsten Ländern ins Welterbe aufgenommen. Derzeit sind folgende Länder in der Liste zu finden: http://deutsches-welterbe.de/die-unesco/welterbestaetten-in-167-laendern/ Vielleicht kann es auch motivieren, dass das Welterbe-Komitee der UNESCO im Jahr 2021 fünf Stätten in Deutschland zum Welterbe erklärt hat. Für das Bundesland handelt es sich um

Speyerer Dom – 1981

Offiziell ist bei dieser Welterbestätte die Rede von „Domkirche St. Maria und St. Stephan“ die Rede. Gleichzeitig ist der Speyerer Dom als Kathedralkirche bekannt, die zur katholischen Diözese Speyer gehört. Es ist davon auszugehen, dass es in der Geschichte des Doms sechs Bauphasen gab. 

Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier – 1986

Zu verstehen sind darunter Kulturdenkmäler mit mittelalterlichem und römischen Hintergrund. Viele römische Baudenkmäler sind noch immer gut erhalten. Bei den Denkmälern kommt es zu einer Unterscheidung zwischen römischen und mittelalterlichen Denkmälern. Unter den römischen Kulturdenkmälern sind die Kaiserthermen sowie die Konstantinbasilika zu finden. In Igel befindet sich das Römische Denkmal in Form der Igeler Säule. 

Oberes Mittelrheintal – 2002

Dabei handelt es sich um eine naturräumliche Haupteinheit. Gelegen ist diese innerhalb des Mittelrheingebiets, das am Mittelrhein zu erreichen ist. Gliedern lässt sich das Tal in die Binger Pforte, das Bacharacher Tal, das St. Goarer Tal, den Bopparder Schlingen sowie der Lahnsteiner Pforte und dem Gebiet, das sich zwischen der Mosel- und Lahnmündung befindet. Teile des Tals liegen im Bundesland Hessen. Durch das Mittelrheintal kommt es zudem zur Trennung zwischen dem Taunus und dem Hunsrück.

Weitere Informationen zum Oberen Mittelrheintal sind an dieser Stelle zu finden:

http://deutsches-welterbe.de/oberes-mittelrheintal/

Serielle transnationale Stätten im Überblick

Dabei handelt es sich um Welterbe-Stätten, wo der Welterbetitel an mehrere Nationen für eine Welterbestätte verliehen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es vier dieser Stätten:

Wattenmeer – 2009

In diesem Fall geht es um bestimmte Küstenbereiche, die am Meer zu erreichen sind. Spürbar ist in diesen Bereichen ein von den Gezeiten ausgehender starker Einfluss. Zweimal täglich ist das Bild des Wattenmeeres von der Hochwsserzeit und der Niedrigwasserzeit gekennzeichnet. Auf der ganzen Welt gibt es eine Reihe von Wattenmeeren, wobei gleichzeitig eine Lage in den gemäßigten Zonen gegeben ist. Die in den tropischen Zonen befindlichen Küstengebiete zeichnen sich teilweise durch mit überwachsenen Mangroven Flächen aus. Zur Welterbestätte gehört das Niedersächsische Wattenmeer. In den Jahren 2011 und 2014 kam es zur Erweiterung dieser Welterbestätte, an der Deutschland, die Niederlande und Dänemark beteiligt sind. 

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas – 2011

Bei dieser Weltnaturerbestätte handelt es sich um eine Reihe von Buchenwaldgebieten, die sich räumlich getrennt in den unterschiedlichsten Ländern befinden. Insgesamt umfasst die Fläche 92.093 Hektar. Ein Anteil von 30 Prozent befindet sich in der Ukraine. Überwiegend handelt es sich in Deutschland um naturnahe Altwälder. Für die Karpaten greift die Bezeichnung „echte Urwälder“. An dieser Welterbestätte sind die Länder Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien und die Ukraine beteiligt. In den Jahren 2011 und 2017 kam es zur Erweiterung der Welterbestätte sowie im Jahr 2017 zu einer Namensänderung. 

Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen – 2011

Es handelt sich um 111 Fundstellen, die aus der Zeit des 5. bis 1. Jahrtausends vor Chr. stammen. Zu finden sind die in mehreren Staaten, wobei dies Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz und Slowenien sind. Federführung für die Bewerbung bei der UNESCO war die Schweiz. Zu den bedeutenden Regionen bei deser Welterbestätte gehört der Zürichsee. 

Das architektonische Werk von Le Corbusier – ein herausragender Beitrag zur Moderne – 2016

Einen Namen machte sich der schweizerisch-französische Architekt und Stadtplaner Le Corbusier mit einer Reihe von Bauwerken. Es erfolgte die Aufnahme von 17 Welterbestätten, die eine Entwicklung zeigen. Genauer geht es um das 20. Jahrhundert in Verbindung mit der Entwicklung von einer neuen architektonischen Ausdruckssprache. Beteiligt an dieser Welterbestätte sind Argentinien, Belgien, Frankreich, Indien, Japan und der Schweiz.

Bedeutende Kurstädte Europas – 2021

Deutschland – Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg – gemeinsam mit Italien, Belgien, Österreich, Frankreich, Tschechien und Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland

In einem Zeitraum von mehr als 200 Jahren gab es in Europa ein Kurphänomen, das besonders stark ausgeprägt war. Während dieser Zeit hatten hunderte Kurstädte an Bedeutung gewonnen. Zu deren Grundlagen gehörten Mineralquellen. Doch es wurden auch sportliche Akzente gesetzt. In diese Welterbestätte wurden diejenigen Kurstädte aufgenommen, die am dynamischsten wirkten und gleichzeitig eine internationale Ausstrahlung haben. 

Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes – 2021

Es handelt sich um eine grenzüberschreitende Welterbestätte, die Deutschland und die Niederlande tangiert. Bei dieser Welterbestätte geht es um die sogenannte nasse Grenze, die von Rheinland-Pfalz bis in Richtung der Nordsee nach Katwijk in den Niederlanden führt. Die einstige Grenze hatte eine Länge von mehr als 400 Kilometer und führt vom freien Germanien zur römischen Provinz Niedergermanien. Zur Errichtung eines durchgehenden Bauwerkes durch die Römer kam es nicht. Gebildet wird diese Welterbestätte mit Einblicken von römischer Entwicklung, die den Namen „Niedergermanischer Limes“ trägt, aus 44 Bestandteilen.

SchUM-Stätten – Zeugnisse jüdischen Lebens – 2021

Bei dieser Welterbestätte geht es um einen Verbund. Im Mittelpunkt stehen die jüdischen Gemeinden, die in den Städten Mainz, Worms und Speyer beheimatet waren. Zur Bildung dieser Gemeinden kam es in der Zeit des Mittelalters. Genauer geschah dies um die Zeit des Jahres 950. Eine besonders hervorgehobene Position innerhalb der Stätten besaß die Stadt Mainz.

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas (Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Italien, Montengegro, Nordmazedonien, Polen, Schweiz, Serbien, Slowakei, Tschechien) – 2021

Rückzugsgebiete in Südeuropa rücken in den Mittelpunkt bei dieser Welterbestätte. Während der letzten Eiszeit kam die Rotbuche dort sehr gut zurecht und konnte weiterbestehen. Vor etwa 12.000 Jahren ging diese Eiszeit zu Ende. Damit konnte es zu einer weiteren Verbreitung der Rotbuche kommen. Verbunden ist somit auch die Bildung von vielfältigen Pflanzengesellschaften. Schon der hohe Wert dieser Bäume ist als etwas Besonderes anzusehen. Von unschätzbarem Wert ist auch das genetische Reservoir, dass sich in dieser Welterbestätte versteckt.

In Verbindung mit der bereits erwähnten Welterbestätte umfasst diese nun 19 Länder, in denen sich 94 Teilgebiete befinden. Diese Buchenurwälder befinden sich in allen Höhenlagen, die von der Region an der Küste bis zu Baumgrenze reichen. Von dieser Erweiterung sind diese Länder betroffen: Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Italien, Montengegro, Nordmazedonien, Polen, Schweiz, Serbien, Slowakei, Tschechien.

Tipp zum sogenannten Hamburger Menü

Viele Menschen schauen sich Webseiten über das Smartphone an. Die Browser dort können nicht die vollständige Menüstruktur einer Webseite abbilden. Daher ist in immer mehr Internetseiten das sogenannte Hamburger Menü zu finden. Dabei handelt es sich um drei Linien, die ähnlich wie bei einem Hamburger übereinander liegen. Beim Klick auf diesen Menüpunkt wird der Zugang auf die Seitenstruktur (in diesem Fall mehr als 1250 veröffentlichte Seiten) ermöglicht.

Mehr Informationen zum Bundesland auch unter

http://deutsches-welterbe.de/bundesland-rheinland-pfalz/mainz

http://www.deutsches-welterbe.de/bundesland-rheinland-pfalz

Ein Blick auf Deutschland

http://www.deutsches-welterbe.de/deutschland. 

Einblick in meine weiteren Webseiten

http://www.bunte-filmwelt.de

http://www.musikwelt.eu

Nächster Beitrag: Rumänien

Geschrieben und Copyright by Marina Teuscher 2019 – 2030