Die Welterbestätten in Schleswig-Holstein

Mehr als 160 Länder befinden sich mit ihren Welterbestätten bereits in der Liste des Welterbes wie der Blick ins Welterbe zeigt: http://deutsches-welterbe.de/die-unesco/welterbestaetten-in-167-laendern/ Innerhalb des Bundeslandes kam es bis zum heutigen Tag zur Aufnahme dieser besonderen Stätten in die Listen des Welterbes bei der UNESCO:

Hansestadt Lübeck – 1987

Die Hansestadt nimmt zugleich die Position einer kreisfreien Großstadt ein. Zur Gründung von Lübeck kam es im Jahr 1143. In der heutigen Zeit ist Lübeck seit mehr als drei Jahrzehnten in der Liste des Welterbes der UNESCO zu finden. Gekennzeichnet ist die Lübecker Altstadt vom Mittelalter. Zu erblicken sind an diesem Platz viele Kulturdenkmäler. 

Wattenmeer – 2009 – Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Zunächst stellt das Wattenmeer einen Nationalpark dar. Werden die Halligen als Ergänzung betrachtet, handelt es sich bei dem Park um ein Biosphärenreservat. Das gesamte Gebiet mit den Erweiterungen reicht von Den Helder in den Niederlanden bis nach Dänemark an den Esbjerg. Weltweit gibt es keine größere Wattlandschaft, die zusammenhängt. Es ist zudem eines wenigen europäischen Gebiete, in denen es zu einer Entwicklung ohne größere Einflüsse der Menschen kommen kann. Bei dieser Welterbestätte handelt es sich um eine serielle transnationale Stätte mit Dänemark und den Niederlanden, wobei die Erweiterung mit der Aufnahme in die Welterbeliste in den Jahren 2011 und 2014 erfolgt sind. 

Archäologischer Grenzkomplex Haithabu und Danewerk – 2018

Darunter sind die früheren Wikingerstätten Haithabu und Danewerk zu verstehen, die aus dem Mittelalter stammen. Gekennzeichnet sind diese heute von einer Lage in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg. Maßgebend sind dabei das Windebyer Noor und dem Hollingsstedt (Treene). Dabei handelt es sich insgesamt um die wichtigsten Bodendenkmäler mit archäologischem Hintergrund. 

Serielle transnationale Stätten im Überblick

Dabei handelt es sich um Welterbe-Stätten, wo der Welterbetitel an mehrere Nationen für eine Welterbestätte verliehen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es vier dieser Stätten:

Wattenmeer – 2009

In diesem Fall geht es um bestimmte Küstenbereiche, die am Meer zu erreichen sind. Spürbar ist in diesen Bereichen ein von den Gezeiten ausgehender starker Einfluss. Zweimal täglich ist das Bild des Wattenmeeres von der Hochwsserzeit und der Niedrigwasserzeit gekennzeichnet. Auf der ganzen Welt gibt es eine Reihe von Wattenmeeren, wobei gleichzeitig eine Lage in den gemäßigten Zonen gegeben ist. Die in den tropischen Zonen befindlichen Küstengebiete zeichnen sich teilweise durch mit überwachsenen Mangroven Flächen aus. Zur Welterbestätte gehört das Niedersächsische Wattenmeer. In den Jahren 2011 und 2014 kam es zur Erweiterung dieser Welterbestätte, an der Deutschland, die Niederlande und Dänemark beteiligt sind. 

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas – 2011

Bei dieser Weltnaturerbestätte handelt es sich um eine Reihe von Buchenwaldgebieten, die sich räumlich getrennt in den unterschiedlichsten Ländern befinden. Insgesamt umfasst die Fläche 92.093 Hektar. Ein Anteil von 30 Prozent befindet sich in der Ukraine. Überwiegend handelt es sich in Deutschland um naturnahe Altwälder. Für die Karpaten greift die Bezeichnung „echte Urwälder“. An dieser Welterbestätte sind die Länder Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien und die Ukraine beteiligt. In den Jahren 2011 und 2017 kam es zur Erweiterung der Welterbestätte sowie im Jahr 2017 zu einer Namensänderung. 

Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen – 2011

Es handelt sich um 111 Fundstellen, die aus der Zeit des 5. bis 1. Jahrtausends vor Chr. stammen. Zu finden sind die in mehreren Staaten, wobei dies Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz und Slowenien sind. Federführung für die Bewerbung bei der UNESCO war die Schweiz. Zu den bedeutenden Regionen bei deser Welterbestätte gehört der Zürichsee. 

Das architektonische Werk von Le Corbusier – ein herausragender Beitrag zur Moderne – 2016

Einen Namen machte sich der schweizerisch-französische Architekt und Stadtplaner Le Corbusier mit einer Reihe von Bauwerken. Es erfolgte die Aufnahme von 17 Welterbestätten, die eine Entwicklung zeigen. Genauer geht es um das 20. Jahrhundert in Verbindung mit der Entwicklung von einer neuen architektonischen Ausdruckssprache. Beteiligt an dieser Welterbestätte sind Argentinien, Belgien, Frankreich, Indien, Japan und der Schweiz.

Bedeutende Kurstädte Europas – 2021

Der Kur mit ihrer Tradition kommt schon seit vielen Jahrzehnten eine hohe Bedeutung zu. Grundlage für die Entstehung einer Kurstadt einer Kurstadt bildeten in der Regel Heilquellen. Die entstandene Kurstadt stellt eine eigene Variante des Städtebaus dar. Zu entdecken sind besondere Akzente wie Marmor, Stuck, hohe Kolonnaden und üppige Gärten. Elf Städte in Europa, die gleichzeitig in 7 Ländern liegen, gehören seit Sommer 2021 zum Welterbe. Für Deutschland sind dies zunächst Baden-Baden, Bad Kissingen und Bad Ems. Außerdem gehören Karlsbad, Marienbad und Franzensbad in Tschechien zum Welterbe. Komplettiert wie die Welterbestätte von Baden bei Wien in Österreich, Montecatini in Italien, der belgischen Stadt Spa, dem französischen Vichy sowie der englischen Stadt Bath.

Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes – 2021

Es handelt sich um eine grenzüberschreitende Welterbestätte, die Deutschland und die Niederlande tangiert. Bei dieser Welterbestätte geht es um die sogenannte nasse Grenze, die von Rheinland-Pfalz bis in Richtung der Nordsee nach Katwijk in den Niederlanden führt. Die einstige Grenze hatte eine Länge von mehr als 400 Kilometer und führt vom freien Germanien zur römischen Provinz Niedergermanien. Zur Errichtung eines durchgehenden Bauwerkes durch die Römer kam es nicht. Gebildet wird diese Welterbestätte mit Einblicken von römischer Entwicklung, die den Namen „Niedergermanischer Limes“ trägt, aus 44 Bestandteilen.

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas (Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Italien, Montengegro, Nordmazedonien, Polen, Schweiz, Serbien, Slowakei, Tschechien)

Rückzugsgebiete in Südeuropa rücken in den Mittelpunkt bei dieser Welterbestätte. Während der letzten Eiszeit kam die Rotbuche dort sehr gut zurecht und konnte weiterbestehen. Vor etwa 12.000 Jahren ging diese Eiszeit zu Ende. Damit konnte es zu einer weiteren Verbreitung der Rotbuche kommen. Verbunden ist somit auch die Bildung von vielfältigen Pflanzengesellschaften. Schon der hohe Wert dieser Bäume ist als etwas Besonderes anzusehen. Von unschätzbarem Wert ist auch das genetische Reservoir, dass sich in dieser Welterbestätte versteckt.

In Verbindung mit der bereits erwähnten Welterbestätte umfasst diese nun 19 Länder, in denen sich 94 Teilgebiete befinden. Diese Buchenurwälder befinden sich in allen Höhenlagen, die von der Region an der Küste bis zu Baumgrenze reichen. Von dieser Erweiterung sind diese Länder betroffen: Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Italien, Montengegro, Nordmazedonien, Polen, Schweiz, Serbien, Slowakei, Tschechien.

Tipp zum sogenannten Hamburger Menü

Viele Menschen schauen sich Webseiten über das Smartphone an. Die Browser dort können nicht die vollständige Menüstruktur einer Webseite abbilden. Daher ist in immer mehr Internetseiten das sogenannte Hamburger Menü zu finden. Dabei handelt es sich um drei Linien, die ähnlich wie bei einem Hamburger übereinander liegen. Beim Klick auf diesen Menüpunkt wird der Zugang auf die Seitenstruktur (in diesem Fall mehr als 1250 veröffentlichte Seiten) ermöglicht.

http://deutsches-welterbe.de/bundesland-schleswig-holstein/landeshauptstadt-kiel

Ein Blick auf Deutschland

http://www.deutsches-welterbe.de/deutschland

Einblick in einige weitere Webseiten

http://www.bunte-filmwelt.de

http://www.musikwelt.eu

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