Fantasien – Hinweis – Logistik

Wie viele Menschen hatte ich auch Träume wie den von einem zweiten dauerhaften Liebesglück und vielleicht eigenen Kindern. Inzwischen bin ich zweimal mit Krebs belastet und stelle fest, das einen die Fantasie anderer doch ganz erheblich ausbremsen kann.

Die Frage, die sich mir stellt: Warum spricht man Menschen nicht zeitnah auf einen Sachverhalt an? Um das vorzuwegzunehmen: Ich weiß nicht, wer hier Fantasien auslebt: Obdachlos war ich zu keinem Zeitpunkt. Über den Personaldienstleister Manpower war ich im Jahr 1999 – als ich noch verheiratet war – bei einer Logistik-Firma im Umland gearbeitet. Ob da schon jemand fragwürdige Fantasien ausgebrütet hat, weiß ich nicht. Zur Strahlentherapiepraxis habe ich gesondert schon einmal Stellung genommen. Noch schwieriger: Ich glaube, es gibt Menschen, die eine Aufklärung über diese Sachverhalte beruhigen können. Doch wie kann ich diese darüber informieren, wenn ich nicht weiß, dass andere Menschen ein Problem im Umgang mit dieser Tatsache haben. Mit einem Chemobrain begreift man manches nicht ganz so schnell.

Im Moment schaue ich mein Berufsleben mit ganz anderen Augen an. Fantasien sind offenbar für einige wichtiger als Fakten. Wenn ich auf meine Berufslaufbahn und den mitunter leicht negativen Rückhalt früherer Arbeitgeber blicke, bin ich doch froh, dass der medizinische Dienst der Arbeitsagentur mir erneut Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hat. Vermutlich wird sich aufgrund der besonderen Therapie, die ich zum Schutz der Knochen vor Metastasen erhalte, sich so schnell nichts daran ändern. Demnächst ist der nächste Antrag für die Weiterverlängerung fällig. Derzeit darf man ja nicht arbeiten. Im Gegensatz zum August 2020 beim vorherigen Antrag bedeutet dies allerdings, dass ich diesmal keine Perspektive im Hinblick auf meine anderen Jobs abgegeben kann. Dabei weiß ich noch genau, wie ich mich Anfang 2005 gefreut habe, als ich Jobs fand, in denen man trotz Krebserkrankung tätig sein kann.

Weitergehen wird die Arbeit an meinen sieben Webseiten auf jeden Fall. Das ich allerdings nach mehr als 41 Jahren Berufsleben so ins Schlingern geraten würde, ist doch etwas erschreckend – zumal ich Anfang Februar 2020 extra noch einen Vertrag im Fitnessstudio abgeschlossen habe. In der zweiten Phase im vergangenen Jahr war ich Montag-Mittwoch-Freitag trainieren. Ursprünglich wollte ich im Januar 2021 fünfmal in der Woche auf dem Laufband stehen. Sollten die Fitnessstudios irgendwann wieder aufmachen, wird es mindestens acht Monate dauern, bis ich den Trainingsstand vom 1.11.2020 erreicht habe. 

Ich bin stolz und dankbar, dass ich bisher gut 15 Jahre ein Teil der namhaftesten Firmen weltweit sein darf. Die mir anvertrauten Aufgaben machen jedenfalls viel Spaß.

Für Risiken und Nebenwirkungen, dass ich nach 14 Jahren Tätigkeit in meiner zweiten Berufslaufbahn seit März 2020 nicht vernünftig arbeiten kann, möge man bitte andere befragen. Im letzten Jahr begegnete mit eine Frau, die mir sagte, dass eine Anja ganz genauen Einblick bei mir hätte. Nur in was will die Frau Einblick haben, wenn ich weiß, dass sie solche Sachen wie ich mache, sowieso nicht begreifen kann. Und wie könnte ich in Berlin seit November 2017 schwarzfahren, wenn ich monatlich eine Monatskarte mit Gültigkeit im gesamten Berliner Stadtgebiet habe. Eine Ausnahme gab es im September 2020, als die Mehrwertaktion vom VBB stattfand. Da galt das Ticket an allen vier Wochenenden und am 22.08.2020 sogar in Brandenburg. Am vierten Wochenende war ich in Duisburg, sodass ich dann andere Fahrscheine genutzt habe. Einige Fahrscheine finden sich auch auf den jeweiligen Städte-Seiten dieser Webseite.

Chemotherapien sind heftig – eine entstehende Nebenwirkung ist das Chemobrain, das im Handeln einschränkt. Dazu kommt, dass ich nicht über alle „Freizeitaktivitäten“ ehemaliger Kontakte informiert sein muss. Per Zufall habe ich mir allerdings mal die Aktivitäten ehemaliger kirchlicher Kontakte angeschaut, die möglicherweise schon viel länger gehen. Ich hoffe nicht, dass man mich schon über Jahre mit diesen komischen Aktivitäten in Verbindung gebracht hat. Und sollte dies so sein, dass man mir allen Ernstes so etwas zugetraut hat, werde ich nicht böse sein, wenn ich nach Corona keine Jobangebote mehr für diesen Teilbereich erhalte. Ich kann dann sagen, dass ich es zumindest versucht habe, mit meiner gesundheitlichen Belastung noch ein stabiles Einkommen aufzubauen. 14 Jahre hat es zumindest halbwegs funktioniert.

Obwohl ich einmal Weihnachten sehr geliebt habe, verliert dieses Fest immer mehr an Bedeutung bei mir, da ich ja sowieso immer an den Festtagen allein bleibe und manche lieber in Urlaub fahren. Trotzdem habe ich für friedliche Festtage hier eine Reihe von Seiten mit den Orten eingearbeitet, wo Weihnachtsmärkte stattfinden.

Wie es scheint, wird nun auch Ostern bei mir an Bedeutung verlieren.

Ansonsten hoffe ich, dass es jetzt ruhiger wird, nachdem ich mich hoffentlich ausdrücklich genug von diesen Aktivitäten an einem zentralen Berliner Platz und auch den Veranstaltern (die Kontakte habe ich bereits im März letzten Jahres völlig geschockt über das Ausmaß derartiger Aktionen gelöst) dieser völlig sinnfreien Aktionen ausdrücklich distanziert habe.