Serielle transnationale Welterbestätten

Dabei handelt es sich um Welterbe-Stätten, wo der Welterbetitel an mehrere Nationen für eine Welterbestätte verliehen wird. An allen Welterbestätten liegt eine Beteiligung von Deutschland vor. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es diese Welterbestätten, da es im Jahr 2021 zu zwei Neuaufnahmen dieser Welterbestätten kam:

Wattenmeer – 2009

In diesem Fall geht es um bestimmte Küstenbereiche, die am Meer zu erreichen sind. Spürbar ist in diesen Bereichen ein von den Gezeiten ausgehender starker Einfluss. Zweimal täglich ist das Bild des Wattenmeeres von der Hochwasserzeit und der Niedrigwasserzeit gekennzeichnet. Auf der ganzen Welt gibt es eine Reihe von Wattenmeeren, wobei gleichzeitig eine Lage in den gemäßigten Zonen gegeben ist. Die in den tropischen Zonen befindlichen Küstengebiete zeichnen sich teilweise durch mit überwachsenen Mangroven Flächen aus. Zur Welterbestätte gehört das Niedersächsische Wattenmeer. In den Jahren 2011 und 2014 kam es zur Erweiterung dieser Welterbestätte, an der Deutschland, die Niederlande und Dänemark beteiligt sind. 

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas – 2011

Bei dieser Weltnaturerbestätte handelt es sich um eine Reihe von Buchenwaldgebieten, die sich räumlich getrennt in den unterschiedlichsten Ländern befinden. Insgesamt umfasst die Fläche 92.093 Hektar. Ein Anteil von 30 Prozent befindet sich in der Ukraine. Überwiegend handelt es sich in Deutschland um naturnahe Altwälder. Für die Karpaten greift die Bezeichnung „echte Urwälder“. An dieser Welterbestätte sind die Länder Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien und die Ukraine beteiligt. In den Jahren 2011 und 2017 kam es zur Erweiterung der Welterbestätte sowie im Jahr 2017 zu einer Namensänderung.

Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen – 2011

Es handelt sich um 111 Fundstellen, die aus der Zeit des 5. bis 1. Jahrtausends vor Chr. stammen. Zu finden sind die in mehreren Staaten, wobei dies Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz und Slowenien sind. Federführung für die Bewerbung bei der UNESCO war die Schweiz. Zu den bedeutenden Regionen bei deser Welterbestätte gehört der Zürichsee. 

Das architektonische Werk von Le Corbusier – ein herausragender Beitrag zur Moderne – 2016

Einen Namen machte sich der schweizerisch-französische Architekt und Stadtplaner Le Corbusier mit einer Reihe von Bauwerken. Es erfolgte die Aufnahme von 17 Welterbestätten, die eine Entwicklung zeigen. Genauer geht es um das 20. Jahrhundert in Verbindung mit der Entwicklung von einer neuen architektonischen Ausdruckssprache. Beteiligt an dieser Welterbestätte sind Argentinien, Belgien, Frankreich, Indien, Japan und der Schweiz.

Bedeutende Kurstädte Europas – 2021

Der Kur mit ihrer Tradition kommt schon seit vielen Jahrzehnten eine hohe Bedeutung zu. Grundlage für die Entstehung einer Kurstadt einer Kurstadt bildeten in der Regel Heilquellen. Die entstandene Kurstadt stellt eine eigene Variante des Städtebaus dar. Zu entdecken sind besondere Akzente wie Marmor, Stuck, hohe Kolonnaden und üppige Gärten. Elf Städte in Europa, die gleichzeitig in 7 Ländern liegen, gehören seit Sommer 2021 zum Welterbe. Für Deutschland sind dies zunächst Baden-Baden, Bad Kissingen und Bad Ems. Außerdem gehören Karlsbad, Marienbad und Franzensbad in Tschechien zum Welterbe. Komplettiert wie die Welterbestätte von Baden bei Wien in Österreich, Montecatini in Italien, der belgischen Stadt Spa, dem französischen Vichy sowie der englischen Stadt Bath.

Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes – 2021

Es handelt sich um eine grenzüberschreitende Welterbestätte, die Deutschland und die Niederlande tangiert. Bei dieser Welterbestätte geht es um die sogenannte nasse Grenze, die von Rheinland-Pfalz bis in Richtung der Nordsee nach Katwijk in den Niederlanden führt. Die einstige Grenze hatte eine Länge von mehr als 400 Kilometer und führt vom freien Germanien zur römischen Provinz Niedergermanien. Zur Errichtung eines durchgehenden Bauwerkes durch die Römer kam es nicht. Gebildet wird diese Welterbestätte mit Einblicken von römischer Entwicklung, die den Namen „Niedergermanischer Limes“ trägt, aus 44 Bestandteilen.

Grenzen des Römischen Reiches – Der Donaulimes (westliches Segment)

Dieser folgte dem Fluss auf einer Länge von etwa 600 Kilometern. Dies entsprach zugleich den Grenzen der römischen Provinzen. Eine erstmalige Anlegung erfolgte während der flavianischen Dynastie. Umgerechnet auf die jetzige Zeitrechnung bedeutet dies 69 bis 96 vor der Zeitrechnung. Dabei lag beim Donaulimes eine gewisse Mischung vor. So vereinten sich Wachtürme, Zivilgebäude Forts mit unterschiedicher Größe sowie Festungen für die Legionäre. Im Hinblick auf Ein- und Ausreise, die kontrolliert verlaufen sollte, stellte dies eine erhebliche Erleichterung dar. An dieser Welterbestätte sind Deutschland, Österreich und die Slowakei beteiligt. 

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas (Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Italien, Montengegro, Nordmazedonien, Polen, Schweiz, Serbien, Slowakei, Tschechien)

Rückzugsgebiete in Südeuropa rücken in den Mittelpunkt bei dieser Welterbestätte. Während der letzten Eiszeit kam die Rotbuche dort sehr gut zurecht und konnte weiterbestehen. Vor etwa 12.000 Jahren ging diese Eiszeit zu Ende. Damit konnte es zu einer weiteren Verbreitung der Rotbuche kommen. Verbunden ist somit auch die Bildung von vielfältigen Pflanzengesellschaften. Schon der hohe Wert dieser Bäume ist als etwas Besonderes anzusehen. Von unschätzbarem Wert ist auch das genetische Reservoir, dass sich in dieser Welterbestätte versteckt.

In Verbindung mit der bereits erwähnten Welterbestätte umfasst diese nun 19 Länder, in denen sich 94 Teilgebiete befinden. Diese Buchenurwälder befinden sich in allen Höhenlagen, die von der Region an der Küste bis zu Baumgrenze reichen. Von dieser Erweiterung sind diese Länder betroffen: Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Italien, Montengegro, Nordmazedonien, Polen, Schweiz, Serbien, Slowakei, Tschechien.

Bisher habe ich die Seite Mazedonien hier eingearbeitet. Inwieweit eine Überprüfung und eine Änderung des Namens Mazedonien erfolgen muss, werde ich in Kürze überprüfen. 

Ich habe bereits begonnen, für viele Welterbestätten eine Kurzbeschreibung anzufertigen. Dies wird natürlich auch für die neuen Welterbestätten erfolgen.

Geschrieben und Copyright by Marina Teuscher 2021 – 2030