Die Welterbestätten in Japan

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Bei Japan handelt es sich um einen aus 6852 Inseln bestehenden Staat, der eine schicksalhafte Geschichte besitzt. Unter Bezug auf die Fläche stellt Japan den weltweit viert größten Inselstaat dar. Innerhalb der asiatischen Länder liegt mit Japan ein dichter besiedeltes Land vor, das uralte Traditionen und eine unvergleichliche Kultur vereinen. Aus historischer Sicht stellt Japan die erste Industrienation in Asien dar. Inzwischen ist die Volkswirtschaft sehr hoch entwickelt, selbst wenn es sich um eine Inselkette handelt. Seit vielen Jahren schon sind japanische Fußballspieler in Ligen der Welt zu sehen.

Als Hauptinsel von Japan gilt Hokkaido im Norden. Des Weiteren sind Honshu sowie Kyushu und Shikoku als Hauptinseln des Landes anzusehen. Von großer Bedeutung ist natürlich die Hauptstadt Tokio, die als modernes Tokio ein Begriff ist. Zur Hauptstadt gibt es erste Ausführungen an dieser Stelle: Tokio Viele Akzente setzt der Inselstaat durch seine Städte, von denen zehn Inselstädte im Jahr 2010 mehr als 1.000.000 Einwohner hatten. Dabei handelt es sich um

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Tokio – Yokohama

Osaka – Nagoya

Sapporo – Kobe

Kyoto – Fukuoka

Kawasaki und Saitama

Zeitunterschied MEZ: 8 Stunden – MESZ 7 Stunden

Das Welterbe

Auf allen Inseln und in allen Städten gibt es eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten zu sehen. Dazu gehören die Gebiete oder Stätten, die von der UNESCO in die Listen des Welterbes aufgenommen wurden:

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Adelssitz Himeji-jo – 1993

Die Präfektur Hyogo umgibt die Stadt Himeji, in der die gleichnamige Burg zu erreichen ist. Es handelt sich dabei um eines der ältesten Bauwerke, das aus dem 17. Jahrhundert noch erhalten ist. Insgesamt besteht die Burganlage aus 83 Gebäudeteilen. Bekannt ist die Anlage als schönstes Beispiel des Burgenbaus in Japan. Gleichzeitig stellt die Burg einen der nationalen Kulturschätze des Landes dar. 

Buddhistische Heiligtümer von Horyu-ji – 1993

Bei dieser Welterbe-Stätte handelt es sich um einen buddhistischen Tempel. Dieser befindet sich innerhalb der Präfektur Nara in der Stadt Ikaruga. Die dort befindlichen Holzgebäude stellen die ältesten erhaltenen Bauten dieser Art weltweit dar. An dem Ort bietet sich der Blick auf wichtige nationale Kulturgüter sowie Nationalschätzen des Landes an. 

Zedernwald von Ikushima – 1993

Dieses Gebiet zeichnet sich durch den Sicheltannenwald aus. Besonders artenreich ist die Flora in der Region ausgeprägt. Teilweise ist die Rede von Yakushima oder Ikushima. Für mehr als 40 Prozent der Landesfläche liegt eine Ausweisung als Nationalpar vor. Über zwei Häfen steht das Gebiet mit dem Festland in Verbindung. Auf der Insel befinden sich über 30 Gipfel die eine Höhe von mehr als 1000 Meter erreichen. 

Buchenwald von Shirakami – 1993

Dieser Welterbe-Stätte kommen Einwohner des Landes und Gäste in Nord-Honshu näher. Ein direkter Zugang ist allerdings nur möglich, wenn die Verwaltung ihr Einverständnis gegeben hat. Um zu angeln, ist zusätzlich die Erlaubnis der Fischerei-Genossenschaft erforderlcih. Gelegen ist die Welterbe-Stätte mit ihrem gebirgigen Charmce, die von einer Waldlandschaft mit unberührten Facetten geprägt ist, zudem in den Präfekturen Aomori und Akita. 

Baudenkmäler und Gärten der Kaiserstadt Kyoto – 1994

Unter dieser Welterbestätte sind 17 Orte in Japan zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen die Städte Kyoto, Uji sowie Ötsu. Dort befinden sich eine Burg, drei Shintö-Schreine sowie dreizehn buddhistische Tempel. Dies zieht wiederum nach sich, dass sich insgesamt 38 Gebäude auf den Grundstücken befinden. Durch die japanische Regierung kam es zu einer Erklärung zu Nationalschätzen des Landes. 

Historische Dörfer von Shirakawa-go und Gokayama – 1995

Darunter sind drei Dörfer zu verstehen, die sich durch eine Lage im Flusstal vom Schogawa auszeichnen. Zugleich befindet sich die Welterbestätte in der Nähe der Präfekturen Toyama und Gifu. Bei diesen drei Dörfern handelt es sich um Ainokura, Suganuma und Ogimachi. Zurückverfolgen lässt sich die Geschichte bis in das 8. Jahrhundert. 

Friedensdenkmal in Hiroshima – 1996

Es handelt sich um eine Gedenkstätte, die dem ersten Einsatz einer Atombombe zu 99 gewidmet ist. Seinen Standort hat das Denkmal im Friedenspark von Hiroshima. Erfolgt ist die Fertigstellung im Jahr 1915. Ein großer Anteil von Strukturen an Gebäuden ist noch immer erhalten. Zeitweilig handelte es sich um einen Ausstellungsort für Handelswaren. 

Shinto-Schrein von Itsukushima – 1996

Baudenkmäler und Gärten der Kaiserstadt Nara – 1998

Zu dieser Welterbestätte gehören Gangö-ji, der Palast Heijö sowie Yakushi-ji in Nara. Des Weiteren liegt eine Zugehörigkeit zur Welterbestätte für – Toshödai-ji, Tödai-ji sowie Kasugayama-Urwald und Kasuga-Taisha vor. Diese Stätten befinden sich in Nara, das auf der Insel Honshu zu erreichen ist. Im Zeitraum von 710 bis 784 handelte es sich um die Hauptstadt von Japan. 

Schreine und Tempel von Nikko – 1999

Archäologische Stätten des Königreichs der Ryukyu-Inseln – 2000

Einst handelt es sich beim Königreich Ryukyu um einen unabhängigen Staat. Auch heute heißt es in der Geschichte, dass das Königreich eine wichtige Rolle im Seehandel besß. Die gesamte Fläche beträgt etwa 3.300 Kilometer. Im Jahr 2020 feiert diese Welterbestätte ihr 20-jähriges Jubiläum. Sehenswert ist der Palast von Shuri. 

Heilige Stätten und Pilgerstraßen in den Kii-Bergen – 2004

Der Besuch bei diesen Bergen führt auf die Kii-Halbinsel, bei der es sich um eine der größten Halbinseln handelt. Zu erreichen ist diese Halbinsel auf der Hauptinsel von Japan – auf Honshu. Diese Region besitzt den Beinamen „Heilige Berge“. Die Spuren führen bis auf eine Länge von 1.200 Jahren in die Geschichte zurück. Gekennzeichnet ist die Region, die sich durch ihre dichte Bewaldung sowie durch drei Welterbe-Orten auszeichnet, von Wasserfällen und Wasserläufen. 

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Genauer gesagt geht es um die Shiretoko-Halbinsel. Zu erreichen ist diese auf der Insel Hokkaido weit im östlichen Teil. Die sehr abgelegene Gegend ist überwiegend zu Fuß oder per Boot zu erreichen. Gekennzeichnet ist das Bild dieser Welterbestätte von verschiedenen Nadel- und Laubbäumen. Bezogen auf einen großen Teil der Halbinsel kam es bereits im Jahr 1964 zur Erklärung des Gebietes zum Nationalpark. 

Iwami-Ginzan-Silbermine und Kulturlandschaft – 2007

Dieses frühere Silberwerk befindet sich im Nima-Distrikt. Heute ist dieses Gebiet als Stadt Öda bekannt. Zur Entdeckung der Mine kam es bereits im 17. Jahrhundert. Zwei Silberquellen gewannen im 17. Jahrhundert an wichtiger Bedeutung. Es handelt sich um die Vorkommen im Berg Sen-no-yama und Yogai-san. Das Gesamtbild ist von ungefähr 600 Gruben und Schächten geprägt. 

Ogasawara-Inseln2011

Darunter werden alle Inselgruppen und Inseln verstanden, die zur Gemeinde Ogasawara gehören. Unter allen Inseln sind die Bonininseln von größter Bedeutung.  Zugleich sind es die einzigen Inseln, die bewohnt sind. Die Distanz zwischen der Hauptinsel Honshu und den Bonininseln beträgt etwa 1.000 Kilometer. 

Hiraizumi – Tempel, Gärten und archäologische Stätten des Reinen Land-Buddhismus – 2011

Fudschijama – 2013

Oft ist die Rede beim Fudschijama auch vom Fuji. Genauer handelt es sich um einen Vulkan, der eine Höhe von 3776,24 Meter hat. Damit ist der Fuji zugleich der höchste japanische Berg. Dieser Gipfel ist auf der japanischen Hauptinsel Honshu zu erreichen. Geht es nach Forschern, gab es vier verschiedene Abschnitte der vulkanischen Aktivität, die den Berg formten. 

Stätten der Seidenspinnerei in Tomioka2014

In diesem Fall handelt es sich um einen Gesamtkomplex, der sich mit der Seidenspinnerei beschäftigt. Gesprochen wird auch von einer Seidenfabrik. Dieses Industriedenkmal befindet sich in Tomioka und somit in der Präfektur Gunma. Zur Gründung dieser Fabrik kam es im Jahr 1872. Gleichbedeutend steht dies für die Meijizeit.

Stätten der industriellen Revolution in der Meiji-Zeit – 2015

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Das architektonische Werk von Le Corbusier – ein herausragender Beitrag zur Moderne – 2016

Einen Namen machte sich der schweizerisch-französische Architekt und Stadtplaner Le Corbusier mit einer Reihe von Bauwerken. Es erfolgte die Aufnahme von 17 Welterbestätten, die eine Entwicklung zeigen. Genauer geht es um das 20. Jahrhundert in Verbindung mit der Entwicklung von einer neuen architektonischen Ausdruckssprache. Beteiligt an dieser Welterbestätte sind Argentinien, Belgien, Frankreich, Indien, Japan und der Schweiz. 

Heilige Insel Okinoshima und zugehörige Stätten in der Region Munakata – 2017

Der Insel kommt eine hohe religiöse und kulturelle Bedeutung zu. Die Insel, die nur spärlich besiedelt ist, kann nicht ohne weiteres betreten werden. Durch großflächige Ausgrabungen über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren kam es zur Bergung von 80.000 Artefakten, die insgesamt als japanischer Nationalschatz bekannt sind.. 

Verborgene christliche Stätten in der Region Nagasaki – 2018

Kofun-Gruppe von Mozu-Furuichi – 2019

Bei dieser Welterbestätte geht es um alte japanische Hügelgräber. Allerdings liegt deren Ursprung in Japan. Unter dem Namen Konfun  sind ebenfalls megalithische Grabanlagen bekannt. In der heutigen Zeit kam es bis zum März 2001 zur Entdeckung von 161.560 Kofun-Stätten. Allerdings ist deren Fund in verschiedenen Präfekturen erfolgt. Im Jahr 2019 wurde eine in der Präfektur Osaka befindliche Gruppe von 49 Kofun-Stätten in die Welterbeliste aufgenommen.

Der Blick auf die Welterbestätten

http://deutsches-welterbe.de/die-unesco/welterbestaetten-in-167-laendern/

Tipp zum sogenannten Hamburger Menü

Viele Menschen schauen sich Webseiten über das Smartphone an. Die Browser dort können nicht die vollständige Menüstruktur einer Webseite abbilden. Daher ist in immer mehr Internetseiten das sogenannte Hamburger Menü zu finden. Dabei handelt es sich um drei Linien, die ähnlich wie bei einem Hamburger übereinander liegen. Beim Klick auf diesen Menüpunkt wird der Zugang auf die Seitenstruktur (in diesem Fall mehr als 1250 veröffentlichte Seiten) ermöglicht.

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